Aus der Werkstatt der Verlage (XXVIII) Alfred Klemm: „Nicht zuletzt hat diese Krise uns einmal wieder bewiesen, wie wichtig Sie, die Buchhändlerinnen und Buchhändler, für uns sind“

Die Verleger-Blicke in den Editorials der Herbstvorschauen auf ihre jeweiligen neuen Programme und auf die Branche derzeit wollen wir in loser Folge mit Ihnen teilen. Hier heute das Editorial von Kröner – Geschäftsführer Alfred Klemm:

Alfred Klemm: „Mit der Schließung der Buchhandlungen ist unser Umsatz um 70 % eingebrochen. Mit der Wiedereröffnung war das von einem Tag auf den anderen passé, und nun rollt der Rubel wieder“

Liebe Buchhändlerinnen und Buchhändler, 

eigentlich hätte in diesem Jahr alles so wunderbar gepasst:

Das herzallerliebste, quirlige Städtchen Galway an der irischen Atlantikküste ist Europas Kulturhauptstadt, der 50. Todestag des großen Máirtín Ó Cadhain, des irischsten aller irischen Schriftsteller, steht an, der in Irland natürlich mit großen Feierlichkeiten begangen werden sollte, und wir haben gleich zwei neue Iren im Programm: mit Die Asche des Tages den dritten Ó Cadhain nach Der Schlüssel und dem Hauptwerk Grabgeflüster und außerdem Esel im Klee des unverwechselbaren Eimar O’Duffy, der uns ja schon mit Teil I der Trilogie, King Goshawk und die Vögel, so wunderbar böse unterhalten hat. Natürlich wird in Irland trotzdem gefeiert, wenn auch im kleinen Kreis, denn Lesen ist ja nun eines der Dinge, die einem die Corona-Krise nicht vermiesen kann. Und nachgefeiert wird ohnehin. Aber ohne wäre es natürlich viel schöner gewesen. Davon können Sie als Buchhändler sicherlich ein Lied singen. 

Wir machen es uns aber trotzdem schön und setzen noch einen drauf: Als dritte im Bunde unserer Erstübersetzungen von großen Romanen aus kleinen Sprachen haben wir eine Frankokanadierin, das Herzensprojekt der Übersetzerin und schon mit den allerersten Zeilen auch unseres: Audes Das Wanderkind verströmt tatsächlich einen Hauch von Magie.

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Dass die Leserinnen und Leser die isländischen Sagas aus der Vorzeit mit Spannung erwarten, wird Ihnen kaum entgangen sein; die Vormerker für Band 1 sprechen für sich. Band 2 und 3 folgen auf dem Fuße; prominente Unterstützung kommt obendrauf. Das sind doch mal so richtige Schmöker für’s Zuhausebleiben.

Außerdem haben wir noch eine Neuübersetzung eines Werks, das die Tschechen als eines ihrer wichtigsten betrachten: Walter Schamschula hat sich Máchas Der Mai angenommen, das auf diese Weise in neuem Licht erstrahlt. Und: Endlich, endlich wird nun wirklich die lange erwartete Neuübersetzung des Epiktet von Christof Rapp erscheinen – Corona sei Dank.

Natürlich lassen wir auch unser wissenschaftliches Programm nicht völlig links liegen: in diesem Herbst mit zwei spannenden neuen Titeln aus der Heidelberger Akademischen Bibliothek.

Und nun zum Wichtigsten: Nicht zuletzt hat diese Krise uns einmal wieder bewiesen, wie wichtig Sie, die Buchhändlerinnen und Buchhändler, für uns sind: Mit der Schließung der Buchhandlungen im Zuge der Corona-Krise ist unser Umsatz um 70 % eingebrochen. Mit der Wiedereröffnung war das von einem Tag auf den anderen passé, und nun rollt der Rubel wieder. Ihnen auch dafür ein ganz herzliches Dankeschön!

Wir freuen uns auf Ihre Bestellungen, Rückmeldungen, Kritik …

Zunächst aber: fröhliches Schmökern!

Wie immer herzlich

Ihr

Alfred Klemm

Bisher brachten wir die Editorials von

Christoph Links

Lucien Leitess,

Daniel Kampa, 

Lothar Schirmer,

Christian Strasser

Sebastian Guggolz

Gerhard Steidl,

Joachim von Zepelin und Christian Ruzicska,

Constanze Neumann,

Gregory C. Zäch,

Dr. Stephanie Mair-Huydts und Steffen Rübke

Heike Schmidtke und Kilian Kissling,

Katharina Eleonore Meyer,

Peter Haag

Jochen Jung

Klaus Kehrer,

Jörg Sundermeier

Julia Eisele,

Armin Gmeiner

Christian Rotta

Ulrich Hopp,

Hejo Emons,

André Gstettenhofer,

Simone und Julia Graff

Monika Osberghaus

Susanne Schüssler

Günther Butkus

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