Kaffeehaussitzers Netzrückblick Fundstücke aus den Literaturblogs – April 2019

Der Netzrückblick April 2018 wartet wieder mit einer vielfältigen und bunten Auswahl an Fundstücken auf. Es sind Texte, die in den letzten vier Wochen in den unterschiedlichsten Literaturblogs veröffentlicht wurden – und die wie immer nur eine winzige Auswahl bieten können angesichts der lebendigen Buchblogszene.

Romane über Kunst und Künstler – darum geht es einem Blogbeitrag auf Literatur leuchtet. Bloggerin Marina Büttner hat eine wunderbare Liste zu diesem Thema zusammengestellt, die zahlreiche Leseanregungen bietet.

Auf TraLaLit – dem wohl einzigen Blog, der sich ausschließlich der anspruchsvollen Kunst des Übersetzens widmet – wird das Buch „Im Schatten der Entdecker – Indigene Begleiter europäischer Forschungsreisender“ von Volker Matthies vorgestellt. Denn wie wäre die Weltgeschichte ohne Übersetzer verlaufen? Ein hochinteressantes Sachbuch.

Das sensible Thema „Own Voices“ ist Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Von Bloggerin Mareike Hansen gibt es auf Crow and Kraken einen lesenswerten Zwischenruf – denn Diskussionen können auch so eskalieren, dass sie dem eigentlichen Gegenstand mehr schaden als nützen.

Neue Wege ausprobieren: Der Blog Notizhefte goes YouTube und Blogger Norman Weiß hat einen zusätzlichen Booktube-Kanal gestartet.

Im Blog Stehlblüten gibt Anabelle Stehl sieben Tipps, wie man es schafft, auch bei stressigem Alltag mehr Bücher zu lesen.

Marion Rave schreibt auf schiefgelesen.net über die Shortlist des Woman’s Prize for Fiction 2019 und stellt die nominierten Bücher vor.

Sehr persönlich wird es im Blog Lesen … in vollen Zügen. Bloggerin Andrea Schuster schreibt über die Bücher, die ihr Leben geformt haben. Ein wunderbarer Beitrag, veröffentlicht am Welttag des Buches. Mir hat er auch deshalb so gut gefallen, da ich mir erst kürzlich die gleichen Gedanken gemacht habe.

Anne Sauer berichtet in ihrem Blog Fuxbooks darüber, wie sie bei einer Veranstaltung in den Hamburger Bücherhallen sechs ausgewählte Bücher vorgestellt hat. Welche Bücher das waren, steht im Blogbeitrag – zusammen mit kurzen Texten dazu.

Im empfehlenswerten Blog Read on my Dear, read on gibt es einen lesenswerten Text über die Wahrnehmung von Blogs. Auch wenn es das x-te Kapitel der Endlos-Story Blogs vs. Feuilleton sein mag – die sprachliche Eleganz macht den Text zu etwas Besonderem.

Im letzten Monatsrückblick wurde ja über den Neustart des Blogs We Read Indie berichtet. Das neue Team gibt alles und es ist eine Freude zu sehen, was dort geschieht.

Im Blog Drittgedanke hat mich ein Text (eigentlich sind es zwei) sehr beeindruckt, der sich intensiv mit dem Buch „Wer hat meinen Vater umgebracht?“ von Édouard Louis beschäftigt. Große Leseempfehlung.

Ebenfalls nicht verpassen sollte man die Buchvorstellung von Siri Hustvedts „Damals“ im Blog Literaturreich. Und auf Bücherwurmloch beschäftigt sich Mareike Fallwickl mit dem neuen Short-Stories-Band von Sven Heuchert.

Zum Schluss noch ein Beitrag aus dem eigenen Blog, der mir sehr am Herzen liegt. Autorin und Journalistin Ute Wegmann hat für Kaffeehaussitzer eine Literaturliste zusammengestellt. Unter dem Titel „Gegen das Vergessen: Bücher für junge Leser“ finden sich zahlreiche Titel zum Thema Holocaust und „Drittes Reich“, die sich explizit an junge Menschen richten. Eltern und Lehrer erhalten hier ebenfalls viele Anregungen. Denn alle Bücher zeigen auch Erwachsenen, wie wichtig es ist, niemals zu vergessen. Und dieses Wissen weiterzugeben an die nächste Generation.

Uwe Kalkowski ist seit 25 Jahren in der Buchbranche tätig und kennt sie aus unterschiedlichen Perspektiven: Als Buchhändler in großen und winzigen Buchhandlungen, als Absolvent des Studiengangs Verlagswirtschaft in Leipzig und als Marketingmensch in verschiedenen Fachverlagen; seit 2009 ist er Marketingleiter des RWS Verlags in Köln. Als Kaffeehaussitzer bloggt er über Bücher, Literatur und Leseerlebnisse. In der Kolumne Kaffeehaussitzers Netzrückblick gibt er hier auf buchmarkt.de regelmäßig eine Übersicht über lesenswerte Fundstücke aus den Literaturblogs. „Vollkommen subjektiv, handverlesen und rein persönlich ausgewählt ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn eine solche kann es in einer so vielschichtigen Szene gar nicht geben“, wie er sagt.

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