Donnerstag: Wie man eine Tür fotografiert Der MESSE-MAYER Frankfurt 2017 Teil 3 von 6

 

Donnerstag: Wie man eine Tür fotografiert

 

 

Liebe Freunde,

 

am Donnerstag habe ich einen Tatort-Kommissar gesprochen und zwei Weltstars der Literatur erlebt, keine Tür fotografiert, eine neue Vokabel gelernt (diesmal aus der Schweiz) und kubanisches Essen gekostet. Und diesmal habe ich mir auch notiert, wie es heißt.

Gestern nicht. Da habe ich bei BLV einfach alles leergefressen und bin wieder weggerannt. Heute weiß ich: Das waren Fleischbällchen mit Zucchini-Nudeln und Frittata mit Ofentomaten und pikantem Käse.

 

Bitte keinen schlampigen Journalismus, Herr Mayer.

 

Aber ich versprach Ihnen Weltstars. Also los geht’s.

 

 

DAN BROWN

 

Es gibt nicht mehr viele dieser kleinen, inhabergeführten Familienverlage, von denen Lübbe sicher keiner ist. Der Kölner Lieblingsgigant holte sich den Verschwörungsthrillergiganten Dan Brown in den Raum Facette und lud uns Journalisten ein. Und wir kamen. Wir kamen in so großer Zahl, dass Dan Brown die Eröffnungskonferenz der Buchmesse locker in den Winkel stellte. Sagt man das so? In den Winkel? In den Senkel? In den Schatten? Jedenfalls waren richtig, richtig viele Journalisten da, ich würde etwa schätzen vier- oder fünftausend.

 

Und haben sich benommen wie die Berserker.

 

Raum Facette? Wer denkt sich nur diese Namen aus?

 

 

 

Auch die Kollegen von den Sendern wirken alle ganz habichthaft, viel mehr als sonst, wo sie eher marabuhaft wirken

 

 

Jetzt ist aber gut.

 

Und das Skurrile daran ist: Das war lange, bevor Dan Brown überhaupt den Raum betreten hat. Ich ging sofort zum Vorstand und fragte Klaus Kluge, was um alles in der Welt die dort alle fotografieren, wenn Dan Brown noch gar nicht da ist. Und ganz im Ernst, ich erfinde das nicht: Die haben die Tür fotografiert, aus der er später kommen würde. Haben wohl schon mal geübt und justiert.

Als Dan Brown tatsächlich hereinkam, sind alle ausgerastet, immer mehr sprangen auf die Tische und haben eine Zillion Fotos gemacht, so dass die vielen Auslöser sich wie ein Schwarm Roboterzikaden angehört haben und den Live-Stream unhörbar machten. Die Knipsgarnison musste energisch zur Raison gerufen werden, bevor Dan Brown sich hinsetzen und sprechen konnte. Einige versuchten noch, ihre Kameras nach Dan Brown zu werfen, als man sie wegzerrte.

Nachdem man die letzten Fotografen weggetasert hatte, beantwortet Dan Brown alle Fragen des Publikums sehr höflich, deutlich, humorvoll und klug. Es wird englisch gesprochen, moderiert wird das Gespräch von NDR-Moderatorin Margarete von Schwarzkopf.  Dan Brown sieht ein wenig aus wie die Buchhalterversion von Liam Neeson, aber er ist, wie alle Amerikaner, sehr freundlich.

 

Sein nächstes Buch wird vielleicht von Roboterzikaden handeln.

 

Von den Gesprächen habe ich nicht viel mitbekommen, weil es eine Herkulesaufgabe war, in diesem Byzanz wildgewordener Linsendrücker selber ein, zwei gute Fotos zu schießen, aber ich weiß nun, dass Dan Brown hundert Sachbücher im Jahr liest und keinen einzigen Roman. Und ich weiß, dass Dan Browns Vater an Weihnachten immer die Geschenke versteckte und durch Rätsel und Spuren ersetzte, die die Kinder dann erst mal lösen mussten.

Das erklärt manches.

Mit dem Santa-Code fing alles an.

 

Lübbe hat ganz schön aufgefahren: Getränke, Häppchen, Kaffee, eine NDR-Moderatorin, laminierte Pressekarten am Band nur für diese Konferenz und dann noch einen der Räume mit nicht ganz so peinlichem Namen – Respekt, Lübbe.

Sogar Browns International Book Editions wurden ausgestellt.

– „Sollen wir für die internationalen Book Editions noch einen Zettel drucken?“ – „Ach was, nimm einen Kuli, da vorne sitzt Dan Brown, wer wird schon auf so etwas achten?“

 

Habe Petra Samani vom Buchblinzler im Pulk entdeckt!

 

Und ich bin erfreut, dass Du nicht auch auf die Tische steigst.

 

 

 

Hier, nur falls Sie mir nicht glauben.

 

Ich danke jedenfalls für diese aufregende und außergewöhnliche Pressekonferenz.

 

APÉRO AM SCHWEIZER STAND

Ich kündigte weiter oben meine neue Schweizvokabel an, und Apéro gehörte bisher nicht zu meinem Wortschatz! Apéro heißt Anlass. Die kulturellen Variationen aller Ausreden, die die Völker dieser Welt zum Saufen am Tage heranziehen, haben mich schon immer fasziniert und interessiert. Und so ist ein Apéro ein fröhliches Stelldichein bei feinen Häppchen und mindestens Wein.

Das Skandalöse ist aber, dass die Schweizer auf dieses Wort einen Akzent draufmachen, um ihn dann zu ignorieren. Eigentlich gehört das ja ausgesprochen „a-PEER-o“, aber die Schweizer jodeln da ihre germanische Initialbetonung drauf, dass die Chäsrinde kracht und sagen natürlich „Appe-ro“, so ähnlich wie Aperol.

Dass Apéro Anlass heißt, finde ich ja schon grandios.

  • „Warum trinkst Du denn schon wieder am hellichten Tage?“
  • „Aus Anlass.“

Aber tatsächlich lerne ich reizende Leute kennen: Hier zum Beispiel Dorothee Schneider vom Stämpfli-Verlag. Ich dachte immer, die Schweizer seien besonnene und langsame Leute, was eine anwesende Bernerin auch bestätigte mit „Vrallem die Beeeeeeeernr“, aber Dorothee Schneider hätten Sie mal erleben müssen!

Und ich meine nicht den Weißwein am frühen Morgen.

 

Mit schier allemannischer Bestimmkraft piratisiert sie eine empörte Häppchenbringerin, die ihre Häppchen aber woanders hinbringen wollte. Wir seien auf der falschen Seite des Ganges, sagt man uns. Ja, sind wir denn in Indien, frage ich die Bringerin, während Frau Schneider ihr unter Gerangel folgende Amuse Geules abjagt:

 

Eine Löffelfarce aus Lachs und Meerrettich

 

 

Einen Bergkäsewürfel mit Fruchthüllenüberzug

 

 

Eine Nationalpraline.

 

Und das hat sich gelohnt. Während die beiden Frauen sich noch eine Weile gegenseitig ohrfeigen, kann ich weitere Leute kennenlernen. Holger Ehling lerne ich hier zwar jeden Tag kennen, aber er hat ferne Freunde dabei: Peter Dowling vom Neuseeländischen Verlegerverband mit reizender Begleitung.

 

Ob der in der Dowlingstreet wohnt?

 

Na gut, der war wirklich schlecht. Das machen aber folgende Kuschelfotos wieder wett:

 

Holger Ehling jamesbondet Maren Ongsiek, die einen Keks balanciert.

 

V.m.n.r. Anica Jonas (Doerlemann-Verlag) und Maren Ongsiek, (Management für alles) und Holger Ehling (im Paradies).

 

Der Stämpfli-Verlag und ich: Frau Schneider, Stefan Kilian, Herr Mayer.

Stämpfli, Bämpfli und Hämpfli.

 

Auch treffe ich Marcel Ramirez wieder, den es unwiderstehlich zum extravaganten OIO-Verlag für Kunstbücher gezogen hat.

 

Weißwein-am-Morgen-Gesicht

 

Und schöne Bücher haben die im Programm:

 

Meistgeklautes.

 

Ich habe mich sehr über meinen ersten Apéro gefreut. Welches Verb benutzt man da: einen Apéro begehen? Man kann einen Apéro servieren oder sich zu einem treffen. Apropos treffen: Jetzt treffe ich den Tatort-Kommissar Andreas Hoppe und stelle ihm fünf Fragen.

 

ANDREAS HOPPE

Ich bin überall bei Random House willkommen (hoffentlich), aber bei Südwest fühle ich mich am allerwohlsten. Und das liegt zuallererst an Frau Dr. Daniela Völker, weil die immer lustig ist und mir immer interessante Gesprächspartner vorstellt. Frau Dr. Völker hat bei mir eine Carte Blanche – wenn sie ruft, komme ich, egal, um wen es geht. Sogar bei Andreas Hoppe.

Tatortkommissar seit zwanzig Jahren, will Hoppe sich nun von seiner Rolle als Mario Kopper mit diesem Sizilienkochbuch verabschieden.

 

 

BuchMarkt: Herr Hoppe, wie kam es zu dem Buch?

Andreas Hoppe: Ich habe am Set oft gekocht, weil ich meine Kollegin nicht verhungern lassen wollte, und das führte zu vielen schönen Momenten und Rezepten.

Wieso Sizilien?

Kommissar Mario Kopper hat sizilianische Wurzeln, und das hat die Gerichte aus diesem Buch inspiriert.

Aber es ist kein reines Kochbuch?

Es ist ein Reise- und ein Erinnerungsbuch, es ist ein Buch über Sizilien, das einen zum Lachen und zum Schwelgen bringen soll. Das holt den Leser ab, holt ihn nach Sizilien und kocht mit ihm.

Was war Ihre schönste Theaterrolle?

Ich mag Komödien sehr, lustige Stücke. Wir hatten mal ein Stück, das hieß Frank & Stein, in dem die Geschichte von Mary Shellys Frankenstein mit allen Rollen komplett von zwei Schauspielern gespielt wurde. Das war toll.

Haben Sie ein kulinarisches Guilty Pleasure?

Spät nachts ’ne Currywurst auf’m Ku’damm.

 

Currywurst geht ja noch, Andreas Hoppe!

 

 

Oder gelten auch die Käsebrötchen im Backstagebereich von Random House?

 

Wie immer & auf jeder Messe vielen Dank, Daniela Völker!

Nun hat sich das Softwarehaus MSH eine Fahrt im Messe-Mayer gewünscht, daher treffe ich die jetzt am BuchMarktstand.

 

 

MEDIENSYSTEMHAUS

 

MSH ist nicht die Media-Saturn-Holding, sondern das MedienSystemHaus. Von vornherein war klar, dass ein MedienSystemHaus, das Verlage und Auslieferungen mit Software ausstattet, nicht lustig oder originell genug für einen Auftritt im Messe-Mayer ist. Deshalb hat man mir ein außergewöhnliches Geschenk mitgebracht und mich in den Begriff der Bilderwelten eingeführt.

Ich habe nämlich ein Mousepad bekommen, das Stuttgart in einer geringchromatischen Nachtversion zeigt. Weil Software per se nicht fotogen ist, hat man sich zu dieser Bilderwelt entschlossen. Das heißt, dieses Motiv befindet sich auch auf der Homepage, der Kaffeetasse und auf dem Schlafanzug des Verlagsleiters.

 

Und jetzt weiß ich, was eine Bilderwelt ist.

 

(Oder Bildwelt, im Marketing sind beide Begriffe gebräuchlich.) Aber das ist ja nicht das Tolle an diesem Mousepad. Also schon, will sagen, das Motiv ist wirklich eine schöne Bildwelt.

 

Von mir aus. Meinetwegen.

 

Aber dieses Mousepad kann man auch – bitte anschnallen – als Lappen verwenden! Zum Brilleputzen oder für Lachtränen! Nun, und wenn ich eines liebe außer Essen und Bücher, dann originelle Geschenke.

 

Mit schönen Bilderwelten und überraschendem Faltenwurf.

 

 

Kilian Roth, MSH, und unser Druckerschwärze-Machiavelli Christian von Zittwitz

 

 

Also gut, Ihr dürft in den Messe-Mayer.

 

Aber nun genug der Fron. Eingangs sprach ich ja von zwei Weltstars des literarischen Parketts, und wir hatten erst einen. Ich wohne nun einer Interview-Aufzeichnung mit Salman Rushdie bei.

 

 

SALMAN RUSHDIE

Salman Rushdie ist ein gebürtiger Inder, umstrittener Autor und stolzer Besitzer eines Todesurteiles, das Ayatollah Khomeini einst Ende der 80er Jahre über ihn verhängt hat. Ayatollah war nicht der Vorname Khomeinis, sondern sein Titel. Rushdie kehrt inzwischen trotz des nach wie vor wachsenden Preisgeldes auf seinen Kopf allmählich und stückweise wieder zum normalen Leben zurück. So normal das Leben für einen Salman Rushdie eben sein kann.

In Deutschland hat C. Bertelsmann sein Buch Golden House herausgebracht, und am Stand von Random House soll angeblich eine Interview-Aufzeichnung für den Hessischen Rundfunk stattfinden. Ich habe ja so meine Mualwürfe. (Lustige Vertipper lasse ich gerne mal stehen.)

Da es aber kein offizieller Pressetermin ist, wird es neben der Aufzeichnung weder Platz, noch Zeit, noch Podium für mich Printpresse geben. Meine einzige Chance auf ein Foto ist also, früh genug genau dort zu sein, wo ich ihn später vermute.

Weil ich clever bin, achte ich auf Signale und Details, aus denen ich Rushdies wahrscheinlichsten Ankommplatz extrapolieren kann.

Zum Beispiel: Rushdie-Verleger Thomas Rathnow sitzt auf einem Sofa und wartet.

Vor einem Tisch mit Rushdiebüchern.

 

Zum Beispiel baut das Fernsehen so unauffällig und so nebenbei wie möglich Aufnahme-Equipment auf.

 

* pfeif, auf den Boden guck *

 

Zum Beispiel taucht Buchmessedirektor Juergen Boos aus dem Nichts auf und versucht, mit dem Hintergrund zu verschmelzen, als ich ihn sichte und er mich.

 

Eben war er doch noch da?

 

Nun spielt sich das hr-Team schon mal an Verleger Rathnow warm, während Random-House-Mitarbeiterinnen telefonieren, den Gang runtergucken und nicken.

 

Test, Test, Test. Eins, zwei, drei.

 

Und da kommt Rushdie, sofort flankiert von Boos, Rathnow und Penguin-CEO Markus Dohle, während Kommunikationsleiterin Kathrin Grün die Augen im blanvalet-Bereich offen hält.

 

Check.

 

Und ich habe Glück und hatte recht: Rushdie setzt sich da hin, wo ich seit zwanzig Minuten unbeweglich stehe. Wahrscheinlich sah das creepy aus, aber es hat sich gelohnt, ich habe eine so gute Fotografierposition, dass ich es selber auf ein dpa-Foto dieses Auftrittes geschafft habe.

 

– „Sollte man vielleicht die Mineralwasserflaschen vom Tisch stellen?“ – „Nein, nein, die werden kaum auffallen.“

 

 

Salman Rushdie macht Werbung für Golden House, für Random House und für Selters House.

 

Dann begann die Aufzeichnung des Interviews für den HR. Vom Gespräch selber konnte ich nichts hören, da die beiden normalleise miteinander sprachen und die Hallenkulisse durch ausgefeilte Richttontechnik ausgleichten.

 

Nur kluges Gemurmel.

 

 

Bei der Arbeit selber sonst nicht im Bild, aber auf meinem schon: Tontechniker und Kameramann.

 

 

Rushdie und ein paar wichtige CEOS und Direktoren

 

Dieses Foto habe ich nicht geknipst, im Gegenteil: Das ist ein offizielles DPA-Foto. Aber gucken Sie mal, wie ich da im Hintergrund vor den Büchern knie und knipsen will.

Ich bin jetzt ein Bilderwelt-U-Boot in der DPA-Datenbank.

 

Zufrieden verlasse ich das Interview, das ich nicht hören, aber besser sehen als jeder andere konnte. Vom internationalen Autor wende ich mich jetzt zur internationalen Küche.

 

 

CUBANA BEI HÄDECKE

Hädecke ist einer der letzten kleinen, eigenständigen Familienverlage, komplett geleitet und ausgeführt von der lustigen Familie Graff. Hier gibt es schöne, anregende und attraktive Bücher über Essen, Trinken, Kochen und Genuss. Auch über anderes, aber ich bin meistens wegen Essen, Trinken, Kochen und Genuss hier.

 

Buch und Schnaps, eine bewährte Verbindung.

 

Fiesta Cubana heißt das Kochbuch, das die drei Autoren hier am Stand präsentierten. Julia Graff präsentierte dazu zwei Speisen aus dem Buch: Sofrito auf Brot und den kubanischen Brotpudding, und dazu wiederum zwei alte Fassreifungen Rum. Und all das war himmlisch.

 

Julia Graff und die drei Autoren Alex Maus, Elva Regina Polledo Campillo und Ralf Niemzig

 

Die Rezepte wurden für die europäische Zunge angeglichen: Nicht gar so viel Zucker, nicht gar so scharf. Die Würzsoße Sofrito zum Beispiel enthält zwei Paprikaschoten und nur noch sechs Knoblauchzehen statt eines ganzen Pfundes.

 

Das ist auf einer Messe praktisch.

 

 

Joachim Graff, von mir einfach vor die falsche Wand gestellt

 

 

Und dann bekam ich noch diesen 12jährigen Cubaner zu trinken, und der Mittag war rum. Und Rum.

 

Hädecke: Ein beachtlicher und mögenswerter, aber eben auch lesenswerter Familienbetrieb.

 

Mit Rum und scharfen Broten im Bauch ist gut diskutieren, denn ich treffe mich am Hädecke-Stand auch mit der Datenfee Wibke Ladwig, die mit Computerkabeln handelt und Mondgrundstücke im Portfolio hat.  Wir unterhalten uns so engagiert und ernsthaft über Jugend, Datenmissbrauch, Unverbindlichkeit in der heutigen Zeit und Essensfotografie, dass ich wenigstens ein misslungenes Foto posten muss:

 

Frau Ladwig glaubt, das Foto zum Vorteilhaften zu verändern, wenn sie die grellen Standspots ausblendet.

 

Die Graffs, die Ladwig, die Schweiz – wen habe ich denn heute noch getroffen oder kennengelernt:

 

LEUTE AM DONNERSTAG

 

Ich treffe Rainer Dresen, meinen Seitenkollegen im BuchMarkt! Während ich für psychohygienische Ventilfunktionen zuständig bin (Humor), ist er für Recht und Ordnung da. Weil er Sheriff ist. Nein, Anwalt.

Aber er pflegt dennoch einen krassen, anarchischen Randbereichshumor, indem er lauter Random-House-Bücher in meinen Koffer packt und mich schelmisch fragt, wer denn nun von uns beiden technisch der Dieb sei.

 

Das kommt ganz darauf an, ob man erwischt wird.

 

Dresen und Mayer – keinen Deut besser als der Fuchs und der Kater im Pinocchio.

 

Und apropos Dresen: Rainer Dresen stellte mir auch Fabienne Bösch vor, die beste Azubin der Welt, die bei Random House z.B. die Facebookseite Inside Random House betreut.

 

Facebook war früher noch kein Ausbildungsberuf.

 

 

Und apropos inside: Tief in den Eingeweiden des Börsenvereins – nein, halt, ich fange diese Überleitung nochmal an.

Am Stand des Börsenvereins treffe ich Maren Ongsiek, wie sie gerade Christiane Rustemovski von der MVB trifft.

 

Ein Getreffe ist das hier auf diesen Messen!

 

Und damit soll mein Donnerstag enden.

 

 

ZUM GELEIT

 

Auf dieser Buchmesse ist Udo Lindenberg zu Gast, die singende Nebenhöhle! Im teNeues-Verlag ist ein prächtiger Bildband zu seiner Konzerttour erschienen. Ich weiß nicht, ob es ich am morgigen Freitag auf das Panik-Konzert auf der Open Stage schaffe (ich schaffe es nicht), aber Hendrik teNeues war so freundlich, uns diese beiden Fotos zur Verfügung zu stellen, die er uns aus der Leica-Galerie in Frankfurt zuschickte.

 

Ist das etwa ein Zigarillo in Udos Hand? In einer Galerie?

 

 

Doch, das ist ein Zigarillo!

 

Aber der Stumpen, den er morgen auf der Messe rauchen wird, ist viel größer.

 

Und apropos Kunstmäzen: Gucken Sie mal, ein Benedikt-Taschen-CosPlayer!

 

 

 

Oder ein ganz normal angezogener Brite.

 

 

Das teuerste käufliche Exponat, das ich auf dieser Messe finden konnte, war dieser antike Globus aus dem 17. Jahrhundert. Er steht neben vielen anderen atemberaubenden Schätzen in der Antiquariatsmesse in Halle 4.1, und für 600.000 €uro kann ich ihn mit nach Hause nehmen.

 

 

Kein Mensch hat jemals so viel Geld gesehen!

 

Frau Dr. Reinhilde Ruprecht von der Edition Ruprecht postet ihre Schokolade aus „ausschließlich lutherischen Missionsgebieten“ (Matthias Koeffler), um meine Eingeladenheit an ihren Stand zu signalisieren.

 

Kakaohochprozenz ist hier eine Frage der Philosophie.

 

Ich schließe nun, denn der Freitag verspricht hochinteressant zu werden. Zwei Interviews und wieder jede Menge Überraschungen erwarten mich. Ich wünsche Ihnen, dass Sie den letzten publikumsfreien Tag genießen, um dann die fröhlichen Publikumstage am Wochenende noch mehr zu genießen.

Herzlichst,

Ihr Matthias Mayer

 

Erfindungen, die wie den Franzosen verdanken, Teil 3 von 6:

 

Captain Louis Renault, der den Satz sagt „Verhaften sie die üblichen Verdächtigen.“

 

 

www.herrmayer.com

herrmayer@hotmail.com

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