Jetzt wirklich Einigung Goldmann/Martina Gercke

Nachdem die durch etliche Übernahmen aus Sophie Kinsellas Sag’s nicht weiter, Liebling (Goldmann) [mehr…] ins Gerede gekommene Autorin Martina Gercke (Holunderküsschen) [mehr…] bereits vor Weihnachten und damit voreilig eine Einigung vermeldet hat [mehr…], kam es nun doch am 4. Januar zur Unterzeichnung einer abschließenden Vereinbarung zwischen Goldmann und Frau Gercke.

Über die näheren Hintergründe und Inhalte wollte Goldmann-Justitiar Rainer Dresen allerdings keine Angaben machen – „Teil der Absprache ist, dass wir die getroffene Regelung vertraulich behandeln.“

Es ist angesichts der Eindeutigkeit des Falles und der Vehemenz, mit der Goldmann gegen die Übernahmen vorgegangen war, aber davon auszugehen, dass Frau Gercke einen großen Teil ihrer nicht unbeträchtlichen Einnahmen aus E-Book-Bestseller- und Printvertrieb an den Verlag weiterreichen muss, der sie dann wie Lizenzerlöse unter den Berechtigten aufteilt.

Dazu kommt, dass wohl auch der mvgverlag seinen Vertriebsausfälle und die unnütz aufgewandten Herstellkosten an Martina Gercke weiterreichen wird. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurden die vorhandenen Exemplare makuliert.

Eine zukünftige Verwendung der inkriminierten Stellen dürfte in jedem Fall ausgeschlossen sein. Ob der Text ohne die „Stellen“ nochmals neu veröffentlicht wird, bleibt abzuwarten, ebenso, ob der Autorenname Martina Gercke zukünftig noch „zieht“.

Auf die Frage, ob Goldmann nun auch noch Strafanzeige gegen Martina Gercke wegen vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung erstatten wird meinte Dresen: „Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dagegen entschieden. Durch die öffentliche Debatte des Falles und ihrer eher unglücklichen Platzhalter-Erklärung ist Frau Gercke meines Erachtens bereits gestraft genug. Vor allem aber ist die self-publisher-community, auch wenn ich nicht glaube, dass dies bei der großen Mehrheit überhaupt nötig war, noch stärker als zuvor sensibilisiert für die beim Schreiben zu beachtenden Rechte Dritter und Gefahren durch unbedachte Übernahmen. Damit sollte es nun sein Bewenden haben.“

Zu der kolportierten Verfilmung von Holunderküsschen sagte Dresen, dass Goldmann keine Verfilmungsrechte halte, aber davon auszugehen sei, dass Martina Gercke bei einer Realisierung des Projekts in eigenem Interesse veranlasse und sicherstelle, dass die übernommenen Stellen dort nicht auftauchen werden.

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