Sortimentsschwerpunkte BranchenMonitor Buch: Ostergeschäft sorgt im März für Aufwind

Nachdem die ersten beiden Monate des Jahres 2012 noch ein Minus zu verzeichnen hatten (Januar: minus 3,5 Prozent, Februar: minus 2,7 Prozent), bescherte der März den drei Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce und Warenhäuser nun ein Umsatzplus von 2,6 Prozent.

Dabei hatte der März zwar in beiden Jahren die gleiche Zahl an Verkaufstagen und auch Ostern fiel jeweils erst in den April, doch der genauere Blick in den Kalender zeigt: Das Osterfest lag 2012 zwei Wochen früher als im Vorjahr, so dass der Buchhandel davon schon im März profitieren konnte. Das wirkt sich auch auf den bisherigen Jahresverlauf aus: Kumuliert verkleinert sich das Minus nun von 3,2 Prozent bis Februar auf 1,2 Prozent bis Ende März.

Auch das stationäre Sortiment spiegelt diese positive Entwicklung und beschließt den März mit einem Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Februar hatte hier noch ein Minus von 6,5 Prozent gestanden. Das Rechnungsgeschäft zeigt sich von diesen Tendenzen weniger beeinflusst, es beendete den März mit einem Minus von 11,7 Prozent (Februar: minus 13 Prozent).

Kaufreudig zeigten sich die Kunden über die drei Vertriebswege hinweg bei allen Editionsformen: Hardcover konnten ein Umsatzplus von 3,3 Prozent verbuchen, Hörbücher von 4,1 Prozent, lediglich der Umsatz mit Taschenbüchern stieg nur leicht um 0,4 Prozent.

Innerhalb der Warengruppen war vor allem das Kinder- und Jugendbuch der Verkaufsschlager: Während hier seit Jahresbeginn die Vorzeichen im Minus standen (Januar: minus 5,4 Prozent, Februar minus 4,8 Prozent), brachte das Ostergeschäft ein Plus von 15 Prozent. Zwei weitere Warengruppen verließen im März den negativen Bereich: Die Belletristik erreichte erstmals in 2012 ein Plus von 2,2 Prozent (Januar: minus 2,7 Prozent, Februar: minus 1,2 Prozent) und Reiseliteratur erreichte ein Plus von 7,6 Prozent (minus 1,2 Prozent / minus 5,8 Prozent). Sachbücher lagen weiterhin im Minus, konnten dieses aber im Vergleich zu den Vormonaten auf nun 0,3 Prozent verkleinern (minus 8,5 Prozent / minus 4,7 Prozent).

Alle anderen Warengruppen verloren im März gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Ratgeber kamen auf ein Minus von 3,2 Prozent (Februar: minus 3,1 Prozent), Geisteswissenschaften, Kunst, Musik auf ein Minus von 2,2 Prozent (Februar plus 1,3 Prozent), Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik auf ein Minus von 7,6 Prozent (minus 2,1 Prozent) und Sozialwissenschaft, Recht, Wirtschaft auf ein Minus von 2,2 Prozent (minus 1,4 Prozent).

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