John Ashbery im Januar auf Platz eins

30 Literaturkritiker nennen monatlich – in freier Auswahl – vier Buch-Neuerscheinungen, denen sie „möglichst viele Leser und Leserinnen“ wünschen, und geben ihnen Punkte (15,10,6,3). Die Addition ergab für Januar folgendes Resultat (in Klammern die Position der Dezember-Bestenliste).

1. (-) JOHN ASHBERY: Ein weltgewandtes Land. Gedichte. Zweisprachig **. Luxbooks. 69 Punkte

2. (4.) SAMUEL PEPYS: Tagebücher 1660-1669. 9 Bände*. Haffmans & Tolkemitt. 49 Punkte

3.-5.
(-) HANS MAGNUS ENZENSBERGER: Album*. Suhrkamp. 41 Punkte
(-) SABINE PETERS: Feuerfreund*. Wallstein. 41 Punkte
(5.) COLM TÓIBÍN: Brooklyn*. Hanser. 41 Punkte

6. (2.) HENNING RITTER: Notizhefte***. Berlin Verlag. 36 Punkte

7. (-) MICHAEL BRAUN/ HANS THILL: Lied aus reinem Nichts. Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts**. Wunderhorn. 30 Punkte

8. (-) STEPHAN KRASS: Das Konzil der Planeten. Poetische Konstellationen**. Elfenbein. 28 Punkte

9. (-) JAN WAGNER: Australien. Gedichte**. Berlin Verlag. 27 Punkte

10.-11.
(-) HANS MAGNUS ENZENSBERGER: Meine Lieblings-Flops, gefolgt von einem Ideen-Magazin*. Suhrkamp. 25 Punkte
(-) THOMAS PYNCHON: Natürliche Mängel*. Rowohlt. 25 Punkte

*** (vermutlich) schwierigere Lektüre
** (vermutlich) mittelschwere Lektüre
* (vermutlich) leichtere Lektüre

Persönliche Empfehlung im Januar von Cornelia Geißler (Berlin):
WILLIAM BOYD: Nat Tate. Ein amerikanischer Künstler: 1928-1960. Berlin Verlag
„Mit seinem Werk über einen amerikanischen Expressionisten, den es nicht gab, deutet der Meister im Biografien-Erfinden Fährten an, die er mit späteren Büchern weiterverfolgt hat. Die Monografie über den Maler Nat Tate spielt in vollem Ernst mit den Ritualen des Kunstbetriebs und kitzelt ein böses Lachen hervor. In der Sprache des Kunstkenners überlistet William Boyd Experten wie Leser auf so charmante Weise, dass man sich ihm kaum entziehen kann.“

Diskussionssendung zur „Bestenliste“ im Hörfunk:
SWR2 Literatur
Dienstag, 4. Januar um 22.05 Uhr, über Bücher der Januar-Bestenliste diskutieren Sigrid Löffler, Eberhard Falcke; Moderation: Hajo Steinert
Aufzeichnung der Sendung: Mittwoch, 22. Dezember 2010 um 20.00 Uhr, Prinz Max Palais, Karlsruhe

Literatur im Fernsehen – mit neuem Sendeplatz:
Donnerstag, 6. Januar um 23.30 Uhr im SWR Fernsehen, Sonntag, 9. Januar um 10.15 Uhr in 3sat: „Literatur im Foyer“ mit Thea Dorn, Gäste: Asfa-Wossen Asserate und Reinhard Mohr

Donnerstag, 13. Januar um 23.45 Uhr im SWR Fernsehen, Sonntag, 16. Januar um 10.15 Uhr in 3sat: „Literatur im Foyer“ mit Thea Dorn, Gäste: Adolf Muschg und Alain Claude Sulzer

Donnerstag, 20. Januar um 23.45 Uhr im SWR Fernsehen: „Literatur im Foyer“ mit Felicitas von Lovenberg, Gäste: Heinz Strunk und Moritz von Uslar

Donnerstag, 27. Januar um 23.45 Uhr im SWR Fernsehen, Sonntag, 30. Januar um 10.15 Uhr in 3sat: „Literatur im Foyer“ mit Felicitas von Lovenberg, Gäste: Katharina Born und Volker Weidermann

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