Der Montagswitz

Jeden Montag hier ein Witz oder Begebenheiten aus dem Sortimenter-Alltag zum Wochenanfang. Ihre Beiträge sind erwünscht per mail redaktion@buchmarkt.de oder per Fax an 02150 919191:]

Gerade in heutigen Zeiten, da die Jobs unsicher und knapp sind, sollte man wissen, welcher Bürotyp man eigentlich ist. BuchMarkt hat für Sie die wichtigsten zusammengetragen (diese und noch viel mehr Sprüche sind nachzulesen in: Andreas Rother, Das ultimative Schimpfwörterbuch fürs Büro. Von Allroundlaie bis Zartliner, Verlag REDLINE WIRTSCHAFT)

Allroundlaie
Beruflicher Erfolg stellt sich immer dann ein, wenn man sich in seinem Fachgebiet bestens auskennt. Von geradezu unschätzbarem Wert sind daher Fachleute, die sich als Allroundexperten auf mehreren Gebieten gut auskennen. Weitaus weniger beliebt sind dagegen jene Kollegen, die auf allen Gebieten noch nicht einmal den Amateurstatus erreichen. Der “Allroundlaie” ist auch als “Allrounddilettant” bekannt.

Anhangvergesser
Typisch für den “Anhangvergesser”: Er muss jede Mail zweimal verschicken. Denn erst beim zweiten Mal hat er daran gedacht, den in der ersten Mail angekündigten Anhang auch tatsächlich mitzuschicken. Der “Anhangvergesser” ist eng verwandt mit dem “Rückseiten-Faxer”, der es beim besten Willen nicht auf die Reihe kriegt, das Schriftstück richtig herum ins Fax zu legen.
->Siehe auch: “Kopierstau- Verursacher”.

Beamer-Lahmleger
Der “Beamer-Lahmleger” schaltet den Beamer ein – und schon funktioniert das Gerät nicht mehr. Es scheint sich bei dieser Spezies um eine generelle Inkompatibilität der Systeme Mensch und Präsentationstechnik zu handeln. Der “Beamer- Lahmleger” mutiert auch schnell zum “Hausmeister-kommen-Lasser” auf.

Betriebsratspetze
Bei den “Betriebsratspetzen” handelt es sich um jene Kollegen, die auch nur den geringsten “Regelverstoß zum Anlass nehmen, um ein eigentliches Kavaliersdelikt zur Staatsaffäre aufzubauschen. Er beweist so seine Unfähigkeit, Konflikte persönlich in fairer Auseinandersetzung auszutragen.

C-Kunden-Beschaffer
Der geschäftliche Erfolg hängt in erster Linie von zahlungskräftigen Kunden, den so genannten A-Kunden, ab. Deswegen sonnen sich die Star-Verkäufer einer jeden Firma gern im Lichte ihres Erfolgs. Holen Sie ihn auf den Boden der Tatsachen zurück, indem Sie ihn als “C-Kunden-Beschaffer” titulieren.

Chef-Vorlasser
Der “Chef-Vorlasser” hat die Hierarchien in der Firma tiefer als andere verinnerlicht. Unterwürfig weicht er vor der Aufzugtür zurück, um einen Vorgesetzten den Vortritt zu lassen.

Daheim-Anrufer
Der “Daheim- Anrufer” versichert sich zwischendurch immer wieder mal der Zuneigung seiner Lieben zu Hause. Und dann rechtfertigt er sich am Telefon auch noch dafür, dass er leider doch nicht den Nikolaus spielen kann, weil es im Büro mal wieder länger dauert. So disqualifiziert er sich für Jobs, in denen ein “hoher Autonomiegrad” gefordert ist.

Diplomstümper
Der “Diplomstümper” ist trotz oder wegen seiner Uni-Ausbildung unfähig, in der Praxis etwas richtig anzustellen.

Erfolgsvermeider
Der “Erfolgsvermeider” schafft es mit schöner Regelmäßigkeit, auch das todsicherste Geschäft noch in den Sand zu setzen. Auch als “Vollblutversager” bekannt. Job verfehlt, Setzen, Sechs!

Gute-Laune-Bär
Der “Gute-Laune-Bär” hat keine Antenne für die Gefühlslage seiner Kollegen und lässt sich auch durch einen verlorenen Millionendeal seine Laune nicht vermiesen. “Alles wird gut” ist seine Standard-Devise. Mit dem “Charme eines Alleinunterhalters auf einer Beerdigung” findet er auch noch im Falle eines entlassenen Kollegen den passenden Scherz. Das genaue Gegenteil vom “Gute-Laune-Bär” ist übrigens der “Klima-Killer”, den man nur mit Leichenbittermiene antrifft.

Kopierstau-Verursacher
Der “Kopierstau- Verursacher” zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass er als “verlässlicher Saboteur” auch den bedienerfreundlichsten Kopierer zum Erliegen bringt. Er ist es auch, der sich mit schöner Regelmäßigkeit aus dem Staub macht, anstatt die verursachte Störung wieder zu beheben. Nicht weniger schlimm sind natürlich auch diejenigen Kollegen, die sogleich ohne Sinn und Verstand Hand anlegen, “um eine aussichtslose Sache noch aussichtloser zu machen.”

Praktikantenschoner
Völlig zu Recht werden Praktikanten in der Regel an den Kopierer verdonnert oder ins Archiv geschickt. Das zeigt selbst dem Übermotiviertesten, dass Arbeit kein Zuckerschlecken ist. Der “Praktikantenschoner” hingegen fasst die ihm Anvertrauten mit Samthandschuhen an und lässt sie einen Bericht schreiben oder an einer Präsentation teilnehmen. Ähnlich wie der “Azubi-Kümmerer” hat er überzogene humanistische Ideale und ist für Führungsaufgaben nicht geeignet.

Pünktlichkommer
Kollegen ohne Rückgrat und eigenes Profil haben es sich redlich verdient, dass man sie als “Pünktlichkommer” tituliert. Im Büro sind sie fast genauso unbeliebt wie die “Kampfschläfer”, die sich auch im größten Stress jeglicher Arbeit verweigern.

Diese Sprüche stammen ursprünglich aus folgendem Buch:

Andreas Rother, Das ultimative Schimpfwörterbuch fürs Büro. Von Allroundlaie bis Zartliner

REDLINE WIRTSCHAFT
2., aktualisierte und erweiterte Auflage, 2005
127 Seiten, Hardcover
Format 10,5 x 16,5 cm

Euro 9,90 / CHF 18,10
ISBN 3-636-01228-2

Weitere Infos unter: http://www.redline-wirtschaft.de

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