Heinold fragte im September nach: Abo, Abonnement und Flatrate

Das Vertriebsmodell, nach dem wir im September fragen, heißt „Abonnement“. Die buchhändlerische Abkürzung lautet „Abo“. Im E-Book-Vertrieb hat sich die Bezeichnung „Flatrate“ für Abonnementsbezüge eingebürgert (eigentlich: Pauschaltarif).

Abonnements für Bücher – nicht zu verwechseln mit Subskriptionen als Form der Vorbestellung – boten als erste der „Verein zur Verbreitung guter katholischer Bücher“ (gegr. 1829) und „Der Litterarische Verein in Stuttgart (gegr. 1839) an. Als erste Buchgemeinschaft wird in der Literatur oft der 1891 entstandene „Verein der Bücherfreunde“ genannt, der auf dem Gedanken der Arbeiterbildung beruhte.

1916 wurde die „Deutschnationale Hausbücherei“ gegründet und 1924 in „Deutsche Hausbücherei“ unbenannt. Weitere Gründungen nach dem Ersten Weltkrieg: Volksverband der Bücherfreunde (1919) – Büchergilde Gutenberg (1924) – Bücherkreis (1924) – Deutsche Buch-Gemeinschaft (1924) – Evangelische Buchgemeinschaft (1925) – Buchgemeinde des Borromäusvereins (1925) – Der Deutsche Buchclub (1927).

Nach dem Zweiten Weltkrieg schossen Buchgemeinschaften wie Pilze aus dem Boden. Schließlich überlebten nur die Buchclubs des Bertelsmann Konzerns, der diesen Verlagszweig in Deutschland gegenwärtig liqidiert.

Gegenwärtig erregt das Abomodell „Kindle unlimited“ für E-Books von Amazon in den USA Aufsehen. Alle E-Book-Vertriebsmodelle sind Mietmodelle, wie ja auch der Erwerb von E-Books nicht als Kauf, sondern als Mieten gilt. Inzwischen haben sich in Deutschland über ein Dutzend Anbieter etabliert.

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