Heinold fragte im März nach: Wagenbach, Berlin

Klaus Wagenbach (*1930), der als Verleger während der Zeit der APO (Außerparlamentarischen Opposition) zu neun Monaten Gefängnis auf Bewährung und zu Geldstrafen verurteilt wurde, hat sein Unternehmen im Alter von 34 Jahren gegründet. Er brachte seine ersten Veröffentlichungen, sechs Titel der Reihe „Quarthefte“, im März 1965 heraus. Unterstützt wurde die Verlagsgründung von namhaften Autorinnen und Autoren wie Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski, Günter Grass und Hans Werner Richter, dem Initiator der „Gruppe 47“. Im Jahre 1973 spaltete sich ein Verlagsteil als Rotbuch Verlag ab, der heute zur Eulenspiegel Verlagsgruppe gehört.

Franz Kafka ist der Schriftsteller, über den Klaus Wagenbach mehrere biografische Werke verfasst hat.

2002 übertrug der Verleger die Mehrheit seiner Anteile an seine dritte Ehefrau Susanne Schüssler (* 1962). Seine Tochter Nina (* 1963) leitet den Vertrieb und ist Minderheitsgesellschafterin.

Klaus Wagenbach hat zum 20., 25., 30. und 40. Verlagsjubiläum jeweils einen Almanach herausgebracht, seine Frau Susanne Schüssler hat zu seinem 70. Geburtstag seine „Erinnerungen, Festreden, Seitenhiebe“ unter dem Titel „Die Freiheit des Verlegers“ versammelt. Schüssler und Wagenbach haben im Jahr 2014 gemeinsam „Buchstäblich Wagenbach. 5O Jahre: Der unabhängige Verlag für wilde Leser“ ediert. Diese Festschrift kann im Internet kostenlos als pdf-Datei heruntergeladen werden (www.wagenbach.de).

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