Dr. Hans Dieter Beck (80)

Dr. Hans Dieter Beck

Nach wie vor arbeitet er jeden Tag zwischen acht bis zehn Stunden; es können aber durchaus auch schon mal „14 Stunden werden“, wie er augenzwinkernd gesteht. Wie das geht? „Ich habe hier im Büro eine Liege.“

Woher er die Kraft holt, dieses Pensum nach wie vor durchzustehen, hat er jetzt verraten: „Es ist ein großes Glück für mich, auch noch in fortgeschrittenem Alter der belebenden Wirkung wechselnder Anforderungen ausgesetzt zu sein und den größten Teil der Beck’schen Unternehmen aktiv zu führen …. und schließlich: Es sind mehrere tüchtige Führungskräfte im Hause, die mein heutiges Tätigkeitsfeld übernehmen können.“ Seine drei Töchter sind allerdings dafür noch zu jung. Die eigentliche Nachfolge ist deshalb noch offen.

Die Schuhe für den gesuchten Überflieger („Er sollte das Wissen eines Juristen mit unternehmerischen Führungsfähigkeiten verbinden“) sind allerdings groß – immerhin müsste er sich an der Erfahrung eines promovierten Urheberrechtlers messen lassen, der seit über 50 Jahren mit seinem Unternehmen verbunden ist: Im Januar 1961 schon hat er „als eine Art juristischer Lektor“ im Beck Verlag angefangen. Nach vier Jahren Arbeit im Verlag und einem längeren USA-Aufenthalt lockte es ihn aber noch einmal, auch Erfahrungen im deutschen Justizdienst zu sammeln. Er ging als Gerichtsassessor und später als Richter an das Münchner Landgericht. „Die erforderlichen Examensnoten hatte ich ja“, erzählt er. Beck untertreibt: Sie waren exzellent.

Erst Ende 1970, er war 38 Jahre alt, kam er zurück, um den juristischen und wirtschaftlichen Bereich des Beck Verlags und zugleich die Oberleitung der Nördlinger Druckerei zu übernehmen. Die labile Gesundheit seines Vaters erzwang den Wechsel in der Unternehmensführung – sein jüngerer Bruder Wolfgang Beck begann deshalb zur gleichen Zeit, sich in den geisteswissenschaftlich-belletristischen Verlagsbereich einzuarbeiten. Dr. Hans Dieter Beck: „Der juristische Beck Verlag glänzte schon damals durch die alle Rechtsbereiche abdeckende auflagenstarke „Neue Juristische Wochenschrift“ und seine fast lückenlosen Gesetzesausgaben und die stattliche Reihe der Beck’schen Kurzkommentare: „Markführer im eigentlichen Sinne waren wir aber damals noch nicht.“

Dass sein Unternehmen heute unangefochten die Nummer Eins in seinem Markt ist, ist unbestritten seine Leistung – aber, so gibt er zu: „Schöner war es, als der Betrieb kleiner war.“ Trotzdem möchte Dr. Hans Dieter Beck mit niemandem tauschen und schon gar nicht kürzer treten: „Es wäre nur schön, mal freie Extrazeit zu haben für Themen, die mich auch interessieren, z.B. für ein Zweitagesseminar über Kapitalrecht.“
mehr im Interview mit Dr. Hans Dieter Beck im aktuellen BuchMarkt-Heft 4/2012): download(akt_inter.pdf)

Kontakt über: Margarete.Lipinski@beck.de

Möchten auch Sie jemandem aus Ihrer Buchhandlung/Ihrem Verlag zum „Runden Geburtstag“ gratulieren? Dann mailen Sie uns einen kleinen Text und ein Foto des Jubilars/der Jubilarin: redaktion@buchmarkt.de, Stichwort: Runde Geburtstage

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.