Hartmut Gante (50)

Hartmut Gante

Heute wird Hartmut Gante fünfzig Jahre alt. Dem Wiley-Geschäftsführer gratuliert Econ-Verleger Jürgen Diessl:

„Eine amerikanische Karriere“. So kann man den Lebensweg von Hartmut Gante – von vielen kurz Harri genannt – beschreiben: Architekturstudent, Buchhändler, Marketing- und Vertriebsleiter, Programmchef, Verleger in einem internationalen Weltkonzern. Das ist außergewöhnlich. Außergewöhnlich sind auch das Engagement und die Leidenschaft, mit der Harri nicht nur auftritt, sondern auch denkt – und anpackt.

Die ersten Mails, die ich von Harri bekommen habe, waren mit der Abschlussformulierung „Keep the spirit“ unterschrieben. Nicht unbedingt das, was ich von einem IT-Verleger erwartet habe. Aber das war zu Zeiten, als wir beide als Bereichsleiter der SVHFI (Süddeutscher Verlag Fachinformation) unter erheblichem Druck standen, und es war Ausdruck seines unerschütterlich positiven Denkens. Andere zu motivieren gehört ganz sicher zu Harris Stärken.

Ungewöhnlich ist nicht nur seine immer gute Laune, seine grundpositive Lebenshaltung (das schätzen nicht nur die Amerikaner an ihm), sondern auch sein Business-Outfit. Meines Wissens gibt es nicht viele Verleger, die ihren Business-Anzug mit einer Baseball-Mütze kombinieren.

Harri ist sehr eng mit der Reihe „… für Dummies“ verbunden. So eng, dass diese schwarzgelbe Reihe, die er bereits bei mitp/bhv souverän bespielt hat, einige Zeit nach seinem Antritt bei Wiley ebenfalls dorthin wechselte. Trotz gefühlter 450 lieferbarer Titel, fallen Harri immer wieder neue, spannende Themen für diese qualitativ oft unterschätzte Reihe ein. Respekt dafür!

Harri denkt gerne. Harri fragt gerne. Mit unerbittlichem Insistieren bringt er sein Team immer wieder zur Weißglut. „Wer ist die Zielgruppe für dieses Buch?“ „Welchen Nutzen hat der Leser?“ „Was ist das Besondere an diesem Buch?“ Er rennt ungern mit der Masse und sucht immer nach dem Besseren statt dem Guten, wohlwissend, dass genau das nicht immer mit der besten Absatzchance der Welt gleichzusetzen ist.

Harri traut sich was. Meine Lieblingstitel aus seinem Wiley-Programm sind: „Bilanzen frisieren für Dummies“, „Pferdeflüstern für Manager“, „CSI-Forensik für Dummies“ und „Die Geschichte bei Tim und Struppi“. Im Frühjahresprogramm setzt er mit einem weiteren Ausreißer, einem Comic, noch einen obendrauf. Ein Gruß an alle Tier- und Katzennarren: „Die Hafergrütze“ – im Original „The Oatmeal, How to tell if your cat is plotting to kill you”. Auch in der Wahl seines Marketings hat er das Bessere gesucht. Mit den kleinen „… für Dummies“-Heften für Buchhandel und Verlage, die er in Kooperation mit BuchMarkt produziert, bekommt die Branche seit Jahren ein Geschenk. Damit profitiert auch sie von seiner Motivationskraft und seiner Leidenschaft. Ich habe sie alle im Regal.
Harri ist nicht perfekt. Eine Schwäche teilt er – nach eigenem Bekunden mit vielen seiner Autoren: „Zu viel zu reden, zu wenig zuhören“. Diese Selbstironie kann ich nur bewundern.
Harri fehlt manchmal. Noch nie habe ich ihn auf einem der zahlreichen Gruppenbilder in der Wiley-Mitarbeiterzeitschrift „Bogen“ gesehen, wahrscheinlich weil er immer unterwegs ist. Fragt mich nicht, warum ich im Verteiler für dieses Heft bin.

Harri ist seit letztem Jahr Hausbesitzer und Gärtner. Das wird zweifellos Auswirkungen auf die Dummies haben. Ihr werdet sehen. Ich wünsche ihm die Zeit und die richtige Hand, die ein solcher Garten braucht. Wiley braucht Harri auch.

Ende Dezember ist er 50 Jahre alt geworden. Harri braucht mehr Zeit. Es gibt noch zu tun.
Harri, ich gratuliere und wünsche Dir deutlich mehr als diese Zeilen an Platz hergeben!

Dein Jürgen.

Kontakt: HGante@wiley-vch.de

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