30.04.: Lothar Wekel (50)

Lothar Wekel

Lothar Wekel wird heute 50 Jahre alt.

Die Entwicklung im Buchhandel, die er als Weltbild-Katalogchef und Bertelsmann-Club-Verleger über Jahre mitgestaltet hat, macht auch ihm inzwischen Sorge: Und trotzdem darf man sich den Inhaber des Fourier-Verlags als glücklichen Mann vorstellen, schließlich sagt Lothar Wekel, der in seinem Leben acht Arbeitgeber durchlaufen hat und sich dabei “viermal neu erfinden” musste, von sich: “Ich bin fit und gesund, habe eine wunderbare Frau und drei tolle Kinder – was will ich mehr, da vermisse ich wirklich nichts!”

Die Fitness holt er sich durchs regelmäßige Joggen, die Kraft für seine Arbeit sichtlich durch die kongeniale Zusammenarbeit mit seiner Frau Miriam Zöller, die ähnlich denkt wie der leidenschaftliche Buch(händler? macher? Verleger? – ja, was ist er eigentlich? – was er wirklich ist, steht vielleicht noch gar nicht fest: Denn obwohl die beiden gleich drei Firmen betreiben, sagt Wekel: “Ich habe auch für eine fünfte Selbsterfindung noch Kraft genug.”)

DAs wirkt sichtlich nach: Dem gebürtigen Hannoveraner, der in Bonn aufgewachsen ist, hat eine Wahrsagerin vor Jahren mal gesagt, er sei eine “alte Seele, die schon fünfmal gelebt hat”.

Was Wekel in seiner Karriere alles geleistet hat, das muss hier nicht alles wiederholt werden; sein Freund Thomas Kniffler hat das schon im BuchMarkt-Aprilheft verraten. Deshalb seine Vita nur kurz:

Anfang der 80er Jahre, nachdem er sein Germanistik- und Geschichtsstudium wieder abgebrochen hatte, ließ er sich bei Bouvier zum Buchhändler ausbilden und arbeitet danach einige Jahre für die Kunstbuchikone Walther König.

Als Ein- und Verkäufer zunächst beim MA-Großbuchhändler Günther Fertig (VMA Vertriebsgesellschaft]), dann bei Volker Gondrom, entdeckt er schließlich seine Leidenschaft fürs preiswerte Buch, die ihn bis heute begleitet hat.

Dann kam der Sprung in die Verlagsszene: Wekel dockte als Katalogchef bei Weltbild an, wechselte dann zum CLUB und ließ sich zum Jahrtausendwechsel von Rolf Heyne als Nachfolger von Peter Übleis engagieren. Heute sagt er: “Mit Geld war ich nur kurzfristig zu ködern – mit Liebe schon”.

Die Kosequenz: Vor sechs Jahren wagte er gemeinsam mit seiner Frau den Sprung in die Selbständigkeit. Beide übernahmen von Günter Fourier dessen Wiesbadener Großantiquariat und gründeten zwei Jahre später zusätzlich den Marix Verlag, zu dem seit diesem Jahr auch die Edition Erdmann gehört.

Ich habe Lothar gefragt, was er sich jetzt zum Geburtstag wünscht. Seine Antwort kommt postwendend: “Was ich mir wünsche? Liberté, Égalité, Fraternité und die Erkenntnis, dass die Wirtschaft für die Menschen da ist und nicht umgekehrt!” Und natürlich “könnte ich noch lange von meinen Wünschen erzählen, doch das sind Träume, die mich bewegen, mit weniger Blut auf der Welt, und nicht das ‘größer, höher, mehr’”.

Lothar, sei zum 50sten umarmt auch von Deinem Christian. Und ich schenke Dir für Dein fünftes Leben meinen Wahlspruch, der ich eingerahmt an der Wand hängen habe: “The best is yet to come”.

Kontakt. info@fourierverlag.de

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