Gestorben Michael Staehler

Michael Staehler ist am 21. Dezember, im Alter von nur 68 Jahren, nach schwerer Krankheit gestorben. Dr. Wolfgang Stock erinnert an seinen Weggefährten:

Michael Staehler
Michael Staehler

Es ist immer schlimm, wenn ein Mensch stirbt. Am schlimmsten ist es, wenn ein Vorbild stirbt. Ein solches Vorbild war für viele Michael Staehler. Der Betriebswirt vom Jahrgang 1948 hat Jahrzehnte erfolgreich in zahlreichen Verlagshäusern gearbeitet. Bei DuMont Schauberg in Köln, bei Bertelsmann in Gütersloh, dann beim Ärzteverlag wiederum in Köln.

Unsere Wege haben sich Ende der 1980er Jahre gekreuzt. Als Peter Schaper zu Droemer nach München ging, wurde Michael Staehler bei der ECON Verlagsgruppe in Düsseldorf dessen Nachfolger. Als Marketing-Geschäftsführer sorgte er dafür, dass die Bücher von ECON, Claassen oder Marion von Schröder als Event zelebriert wurden. Der damalige Erfolg des ECON-Programms war, ohne die Meriten von Verleger Hero Kind zu schmälern, ganz besonders auch Michael Staehler zu verdanken. Lee Iacocca, Lois Fisher-Ruge, Peter Lauster, Gabriele Krone-Schmalz oder Peter Ustinov – allesamt großartige Autoren mit prächtigen Büchern, viele übersprangen die magische 100.000 Verkaufsmarke locker.

Michael Staehler (l.) mit Hero Kind (r.)
Michael Staehler (l.) mit Hero Kind (r.)

Michael Staehler war ein begnadeter Netzwerker, er liebte Bücher und den Buchhandel und für viele in der Branche war er ein Mentor. Bei ECON in der Kaiserswerther Straße blieb er über alle Abteilung hinweg hoch angesehen und konnte mit jedermann. Er war ein Mann von klarem Urteil, bewahrte sich aber auch stets sein rheinisches Gemüt. Denn mit Humor, einem jovialen Schulterklopfer oder einem Glas Bier ließ sich manche Klippe leichter umschiffen als mit harschem Auftreten. Und mit Klippen kannte sich der passionierte Segler bestens aus.

In den letzten Jahren hat Michael Staehler als M&A-Consultant und Personalberater für die Branche Verdienste erworben und viele Karrieren rund um das Buch begleitet. Viele in der Buchbranche werden sich an ihn als an einen Freund erinnern. Jetzt ist er viel zu früh gestorben.

Kommentare (2)
  1. Michael Staehler hat einen Riesen-Anteil an meiner erfolgreichen Verlagskarriere. Er hat mich kurz vor seinem Ausscheiden bei Langenscheidt eingestellt und nachher als Personalberater zu GU
    und später zu C.H.BECK vermittelt. Die Chancen musste ich freilich selber nutzen, aber er hat sie mir gegeben – dafür bin ich ihm unendlich dankbar. R.I.P., Michael Staehler!

  2. Auch ich werde Michael Staehler nie vergessen- in der kurzen Zeit, die er bei Langenscheidt war, hat er viel bewegt. Es war eine Freude mit ihm zusammenzuarbeiten.

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