Er liebt die Freiheit, das Leben und hat keine Angst vor Herausforderungen - getreu dem Motto "Viva la Vita!" Klaus Altepost (60)

Klaus Altepost wird heute 60 Jahre alt. Hans-Martin Lübking gratuliert dem Geschäftsführer der Agentur Altepost 2015 zum runden Geburtstag:

Klaus Altepost (c) Dorothea Altepost

Viva la Vita!

Der große Chef hatte seine wichtigsten Mitarbeiter (im Firmenjargon: seine „Knechte“) in die Zentrale ins „Hotel Himmelreich“ eingeladen. „ Ich habe eine wichtige Mitteilung für euch“, sagte er. „Ich verreise für länger und kann mich in dieser Zeit nicht selbst um die Geschäfte kümmern. Nehmt mein Vermögen und erinnert euch daran, was ich euch beigebracht habe. Macht was daraus! Irgendwann komme ich wieder, dann will ich sehen, was ihr angestellt habt.“                                                                                                                                                             Der Chef nicht da, die „Knechte“ auf sich allein gestellt. Was würden sie tun? Einer sagte: „Wozu habe ich mal Betriebswirtschaft studiert? Ob wir Bücher verkaufen oder Unterhosen, betriebswirtschaftlich ist das kein Unterschied. Entscheidend sind letztlich die Zahlen. Die Zahlen müssen stimmen! Ich besorge mir einen größeren Rechner und hole mir McKinsey ins Haus. Dann kann nichts mehr schiefgehen.“

Eine andere meinte: „Ich gehe lieber auf Nummer Sicher. Bloß keine Experimente! Das ist mir zu gefährlich, das überfordert mich auch. Am besten gucke ich mal, wie der „Alte“ das immer gemacht hat. Sind wir doch bisher gut mit gefahren, oder?“

„Knecht“ Klaus jedoch liebte die Freiheit und das Leben. Viva la Vita! Er hatte keine Angst, etwas Neues zu probieren, auch etwas Verrücktes, wechselte die Büros, die Autos, kam viel herum, kannte Hinz und Kunz und Gott und die Welt, interessierte sich für andere Menschen, für Künstler und Bekloppte, konnte von Büchern nicht lassen, machte nebenbei Bestseller, nahm auch mal eine Auszeit und fing wieder von vorn an, wurde sechzig und kein bisschen weise und träumte überhaupt nicht von Dienstwagen und Chefsessel.

Aber was würde der große Chef sagen? Eines Tages war der wieder da. Die Mitarbeiter standen in seinem Büro, ängstlich die einen, großspurig andere, entspannt einer.

„Nun lasst sehen!“ Streng blickt er den ersten an: „Das sind ja alles nur Zahlen! Hast du nichts anderes im Kopf? Hältst du mich für einen Buchhalter? Geh zurück zu deinen Zahlen!“ Bei der anderen verdreht er die Augen: „O wie langweilig! Immer dasselbe! Lauter Kopien! Hast dich wohl nicht getraut, wie?“

Nun ist „Knecht“ Klaus an der Reihe. Der große Chef runzelt die Stirn, doch dann schmunzelt er: „Sieh an, ein „Liebhaber des Lebens“ (Weisheit Salomos 11,26) – genau wie ich. Wie schön! Weiter so!“

Doch dann entdeckte er etwas Merkwürdiges. Er schüttelte den Kopf: „Wie? Fan von Bayern München? Na so was. Aber eine Macke darf jeder haben.“

(Frei nach Matthäus 25, 14-30)

Dein Hans-Martin Lübking

Kontakt: altepost2015@gmx.de

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