Gestorben Hans Werner Kettenbach

Am 5.1.2018 ist der Autor Hans Werner Kettenbach im Alter von 89 Jahren in Köln gestorben. Das teilt heute der Diogenes Verlag mit.

Hans Werner Kettenbach wurde am 20. April 1928 in Bendorf/Rhein geboren. Sein Leben umfasst ein breites Spektrum, was Ausbildung, Bildung und berufliche Tätigkeit angeht. In der Literatur war er ein Spätberufener, mit fünfzig schrieb er seinen ersten Roman, bekannt wurde er vor allem durch Minnie oder Ein Fall von Geringfügigkeit oder Sterbetage. Mittlerweile umfasst sein Werk fünfzehn Romane – fünf davon wurden verfilmt –, einen Band mit Geschichten und Essays sowie ein Dutzend Drehbücher, unter anderem für Willy Millowitsch in der Rolle des Kommissars Klefisch. 2009 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem Friedrich-Glauser-Ehrenpreis ausgezeichnet.

Die Kritik hat Kettenbachs Romane mit den Werken von Sjöwall/Wahlöö, Georges Simenon und Patricia Highsmith verglichen und immer wieder betont, dass diese die moralischen Bruchstellen unserer Gesellschaft aufzeigen.

Von 1947 bis 1953 studierte Hans Werner Kettenbach Zeitungs- und Theaterwissenschaft, Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten München, Hamburg, Köln und Bonn, von 1958 bis 1964 Osteuropäische Geschichte, Mittlere und Neuere Geschichte und Philosophie an der Universität Köln. Zwischenzeitlich arbeitete er als Anzeigenvertreter, Stenograph beim Kicker, Lektor für Hör- und Fernsehspiel beim Westdeutschen Rundfunk, Köln. Seit 1964 war Hans Werner Kettenbach als Zeitungsredakteur beim Kölner Stadt-Anzeiger tätig. 1968 ging er als Korrespondent nach Bonn und von 1977 bis 1978 nach New York. 1978 wurde er Ressortleiter für Politik der Zentralredaktion Köln, 1988 bis 1992 stellvertretender Chefredakteur. Hans Werner Kettenbach war seit 1957 verheiratet und hatte zwei Töchter.

 

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