Roland Links

Roland Links 2006

Roland Links, der frühere Verleger der Verlagsgruppe Kiepenheuer und des Insel-Verlags Leipzig, ist gestern im Alter von 84 Jahren in Leipzig verstorben.

Links war von 1954 bis 1978 leitender Lektor im Berliner Verlag Volk und Welt, wo er u. a. mit Fritz J. Raddatz die Werkausgabe von Kurt Tucholsky betreute. Später war er dort für die Literatur Österreichs und der Schweiz zuständig, woraus eine lebenslange Freundschaft mit Max Frisch erwuchs. 1964 veröffentlichte er eine Alfred-Döblin-Biografie, die 1981 in Lizenz beim Münchner C.H. Beck Verlag erschien. Von 1979 bis 1990 leitete er die zu einer Gruppe zusammengefassten Leipziger Verlage Gustav Kiepenheuer, Paul List, Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung und Insel. Im Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig war über fünf Jahre Mitglied des Vorstandes und bereitete 1990 die Fusion mit dem Frankfurter Börsenverein mit vor. Von 1990 bis 1992 arbeitete er als Geschäftsführer des Leipziger Insel-Verlages, danach war er als Literaturhistoriker tätig.

Roland Links mit Sohn Christoph auf der Leipziger Buchmesse 2009

Links gehörte zu den prägenden Figuren der ostdeutschen Verlagslandschaft und war maßgeblich an der Edition internationaler Literatur in der DDR beteiligt.

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