Otto Hamkens

Eine Epoche geht zu Ende: Am 24. Oktober verstarb Otto Hamkens, der Senior-Chef der Buchhandlung Gustav Weiland Nachf. GmbH, im Alter von 94 Jahren in Lübeck.

Noch bis zum Frühjahr dieses Jahres war er für die Buchhandlung tätig und damit der wohl „dienstälteste“ Buchhändler Deutschlands. In der literarischen Landschaft Deutschlands besaß er einen exzellenten Ruf und galt in Lübeck als Institution. Der Schriftsteller Peter Härtling nannte ihn voller Verehrung einen „Handelsherren in literarischen Dingen“ und Uwe Johnson widmete ihm ein ganzes Kapitel in einem Erinnerungsbuch.

1929, nach Abschluss seiner Ausbildung, trat Otto Hamkens in die Buchhandlung Weiland und nur sechs Jahre später in die Firma, Gustav Weiland Nachf. GmbH, ein. Mehr als 70 Jahre seines Lebens hat er im Lübecker Stammhaus verbracht. 1945, anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Buchhandlung Weiland, rief Otto Hamkens das Lübecker Podium ins Leben. Die Veranstaltungsreihe lag ihm sehr am Herzen und es gelang ihm, zahlreiche namhafte Autoren und Rezitatoren in die Hansestadt zu laden und so einem aufgeschlossenen Publikum Literatur, Geschichte und Philosophie nahe zu bringen.

Viele Ehrenämter und aktive Mitgliedschaften in gemeinnützigen, literarisch oder künstlerisch orientierten Gesellschaften, wie der Thomas-Mann-Gesellschaft, dem Lübecker Autorenkreis oder dem Förderverein Buddenbrookhaus, belegten sein Engagement für das kulturelle Leben.

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