Marie-Luise Kreuter

Marie-Luise Kreuter, die Pionierin des biologischen Gärtnerns in Deutschland, ist am Sonntag, 17. Mai 2009 im Alter von 71 Jahren gestorben.

Die Journalistin mit großem Engagement für das naturgemäße Gärtnern engagiert. In den Jahrzehnten ihres schriftstellerischen Schaffens teilte sie ihre praktisch verprobten Erkenntnisse zur biologischen Gartenarbeit in zahlreichen Büchern, Zeitschriftenartikeln und Rundfunkinterviews mit ihrem Publikum.

Marie-Luise Kreuter wurde 1937 in Köln geboren. Als freie Journalistin hat sie für zahlreiche Zeitschriften und Rundfunkanstalten gearbeitet wie z.B. für den Südwestfunk in Mainz oder den Westdeutschen Rundfunk in Köln. Schon bald wurde ihre private Leidenschaft, das Gärtnern, zu ihrem journalistischen Schwerpunktthema. Als eine der ersten Autorinnen widmete sie ihre ganze Aufmerksamkeit dem biologischen Gärtnern und verfasste zahlreiche, immer wieder aufgelegte Standardwerke zu den Themen „ökologisches Gärtnern“ und „Kräuter“.

Ihr erstes Werk „Der biologische Garten“ erschien 1977 bei Heyne, 1979 erschien ihr erstes Werk mit dem Titel „Kräuter und Gewürze aus dem eigenen Garten“ bei BLV, dem sie bis heute als ihrer verlegerischen Heimat treu geblieben ist. 1981 folgte ihr millionenfach aufgelegtes und in mehrere Fremdsprachen übersetztes Kompendium „Der Bio-Garten“, das gerade in der 24. Auflage veröffentlicht wurde.

Seit 1985 ist sie zudem als Fachberaterin für kraut&rüben, das Gartenmagazin für Biogärtnern und naturgemäßes Leben tätig. 1990 wurde sie zur Herausgeberin des monatlichen Magazins. Bis zu ihrem Tod veröffentlichte sie regelmäßig Beiträge in kraut&rüben.

Marie-Luise Kreuter lebte in einem alten Fachwerkhaus im Bergischen Land, umgeben von einem großen, bunten Bio-Bauerngarten, in dem sie all ihre praktischen Erfahrungen sammelte, die sie in ihren zahlreichen Artikeln für kraut&rüben sowie in ihren Büchern veröffentlichte.

Als Pionierin des ökologischen Gärtnerns in Deutschland und Expertin für Kräuter genießt sie allgemeine Anerkennung. Ihr Engagement trug ihr den Titel „Biogärtnerin der Nation“ ein. Im Mai 2007 wurde sogar eine Bio-Rosenzüchtung auf ihren Namen getauft

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