Fred Wander

Der österreichische Schriftsteller Fred Wander ist am Montag im Alter von 89 Jahren in Wien gestorben. Der in Wien 1917 als Fritz Rosenblatt geborene jüdische Autor war unter anderem Träger des Theodor-Fontane-Preises.

Vor dem Zweiten Weltkrieg floh Fred Wander nach Frankreich, dann 1942 in die Schweiz, die ihn an die französische Vichy-Regierung auslieferte. Er wurde zunächst nach Auschwitz deportiert, wo seine Eltern und seine Schwester ermordet wurden. Zuletzt war Wander im Konzentrationslager Buchenwald interniert.

Nach Kriegsende kehrte Wander nach Wien zurück. Dort arbeitete er als Zeitungsreporter und Fotograf. 1958 zog er als überzeugter Kommunist mit seiner Frau Maxie Wander in die DDR, wo er bis zu seiner Rückkehr nach Wien im Jahr 1983 lebte. In Wien arbeitete er bis zu seinem Tod.

„Fred Wander Leben und Werk“ herausgegeben von Walter Grünzweig und Ursula Seeber ist im vergangenen Jahr bei Weidle erschienen. Sein berühmtestes buch, „Der siebente Brunnen“, erschien mit einem Nachwort von Ruth Klüger ebenfalls 2005 im Wallstein Verlag (das Hörbuch gibt’s bei Random House Audio, gelesen von Ulrich Noethen) und schaffte es sofort auf Elke Heidenreichs Lesen!-Liste.

Ganz frisch bei Wallstein: Wanders Erinnerungen “Das gute Leben oder Von der Fröhlichkeit im Schrecken”.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.