Dietrich Höllhuber

Dietrich Höllhuber

Der Michael Müller Verlag trauert um Dietrich Höllhuber. Der Reiseführer-Autor war am 16. Februar im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Er hatte für den Erlangener Verlag die Reiseführer „Südtirol“, „Dolomiten“, „Dresden“, „Neuseeland“ und die Wanderführer zu Mallorca, zu Meran und zur Sächsischen Schweiz verfasst.

„Obwohl wir seit einigen Monaten wussten, dass Dietrich Höllhuber schwer erkrankt war, ist man letztlich immer unvorbereitet, wenn man vom Tod eines lieben Kollegen erfährt“, heißt es aus Erlangen. „Er war einer unserer wichtigsten Hausautoren. Der Cityführer zu seiner Wahlheimat Dresden war ihm neben dem Buch zu Neuseeland – Dietrich Höllhuber genoss die Recherchereisen dorthin ganz besonders – am stärksten ans Herz gewachsen. Er war ihm wichtig, immer auch kritisch zu schreiben, zu hinterfragen, was er gesehen und erlebt hat. Mit einer unglaublichen kulturgeschichtlichen Kenntnis und einer Uneitelkeit ausgestattet, die sehr selten in unserem Gewerbe ist, war die Arbeit mit ihm immer auch freundschaftlich.“

Dietrich Höllhuber wurde in Posen geboren, wuchs in Österreich auf und studierte in Wien Geographie und Geschichte – „wie es sich für einen angehenden Reiseautor gehört“, wie er selbst hinzufügte. Nach einem einjährigen Aufenthalt in England, einer Uni-Assistenz in Wien, Bristol, Karlsruhe und Erlangen, arbeitete er seit 1982 als Studienreiseleiter. Eine besondere Wegmarke war für ihn das Jahr 2001; damals begann er ausschließlich als Sachbuch- und Reiseautor zu arbeiten.

Fortan unternahm der erfahrene Globetrotter etwa 150 große Reisen in alle Erdteile und verfasste darüber 30 Bücher in verschiedenen Verlagen: vom „Wanderführer für Biertrinker – Fränkische Schweiz“ zu Reiseführern über einige Mittelmeerländer (samt Libanon, Marokko, Zypern, Spanischem Jakobsweg, Oberitalien, Kroatien und Montenegro) sowie eine ganze Reihe von Wanderführern.

Michael Müller: „Wir werden Dietrich Höllhuber als den in Erinnerung behalten, wie er sich selbst gesehen hat: als Reisenden, als Suchenden, als einen, der unterwegs sein wollte und sich getraut hat, diese Leidenschaft auch zu leben.“

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