Aenne Burda

In der Nacht zum Donnerstag ist die Verlegerin Aenne Burda im Alter von 96 Jahren im Kreise ihrer Familie in ihrem Haus in Offenburg gestorben

Sie galt als Musterbeispiel für eine deutsche Nachkriegskarriere: fSie hatte 1949 einen kleinen Modeverlag in Lahr übernommen und diesen zum weltweit größten Fachverlag für Modepublikationen ausgebaut. Modeverlag ein Imperium und war eine der wenigen Frauen, die das deutsche Wirtschaftswunder prägten.

Aenne Burda avancierte mit ihrem Verlag zu einer bekannten Großverlegerin und war eine der wenigen Frauen, die das deutsche Wirtschaftswunder prägten. 45 Jahre lang stand sie an der Spitze des Verlags. „Burda Moden“ erschien erstmals 1950. Zwei Jahre später begann die Produktion der noch heute bekannten Einzelschnittmuster. Es folgten unter anderem der Saison-Modeführer „Burda-International“ und das „Burda-Kochstudio“ sowie in den 70er und 80er Jahren die Modehefte „Carina“, „Anna“ und „Verena“. Absatz fanden auch Burdas Spezialhefte zum Stricken und Häkeln, zum Selbermachen von Puppen, zur Schulkindermode oder zum Weihnachtsbasteln.

International für Aufsehen sorge Aenne Burda 1987: In der noch-kommunistischen Sowjetunion gab sie eine russische Ausgabe von „Burda Moden“ heraus. Es war die erste westliche Zeitschrift, die in der Sowjetunion verkauft werden konnte. Damit verschaffte Burda ihrem Haus eine gute Startposition für eine Expansion in Osteuropa nach dem Umbruch 1989/1990.

1994 wurde der Modeverlag Aenne Burda KG mit Sitz in Offenburg in den Burda-Medienkonzern integriert. Aenne Burda übergab den Verlag ihren drei Söhnen Franz, Frieder und Hubert zu gleichen Teilen. Franz und Frieder verkauften ihre Anteile 1994 an Hubert Burda, der seither das Management übernommen hat.

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