Gestorben Frank Wössner

Frank Wössner

Bertelsmann trauert um Frank Wössner. Der ehemalige Bertelsmann-Vorstand ist am 3. März im Alter von 78 Jahren gestorben. Frank Wössner war von 1994 bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand im März 2001 Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Buch AG.

„Als Unternehmerpersönlichkeit mit tiefem Verständnis für das Buchgeschäft und den Vertrieb hat Frank Wössner über 16 Jahre hinweg wesentliche Beiträge zum Erfolg von Bertelsmann geleistet, davon zwölf Jahre als Mitglied des Vorstandes“, sagt der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe. „In seine Amtszeit fiel vor allem die Internationalisierung der Buchgeschäfte von Bertelsmann und damit ein zentraler Meilenstein bei der Entwicklung des Konzerns. Mit seiner Tatkraft, Integrität und seinem strategischen Geschick prägte er unser Unternehmen nachhaltig. Wir trauern um einen Weggefährten und Kollegen, der uns stets ein Vorbild war. Wir senden der Familie unser herzlichstes Beileid und werden Frank Wössner ein ehrendes Andenken bewahren.“

Frank Wössner wurde 1941 in Berlin geboren, nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften machte er Karriere in der Versicherungswirtschaft, wo er bis in den Vorstand der R & V-Versicherungsgruppe aufstieg. 1985 wechselte er zur Bertelsmann Buch AG nach München. Als Mitglied des Vorstands der Buch AG war er dort verantwortlich für den Bereich „Buch und Schallplatten Gemeinschaft“ des deutschsprachigen Clubgeschäfts. 1989 wurde Frank Wössner in den Vorstand der damaligen Bertelsmann AG berufen mit der Verantwortung für den Unternehmensbereich Buch Deutschland, Österreich, Schweiz. 1992 wurde er zusätzlich zum Leiter des Unternehmensbereichs Internationale Buch- und Schallplattengemeinschaften ernannt, wozu auch die Leitung der internationalen Verlage der Bertelsmann AG gehörte. Ab 1994 bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand im März 2001 war Frank Wössner Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Buch AG. Von 1986 bis 1988 war er zudem Mitglied des Beirates der Bertelsmann Stiftung und von 1993 bis 2000 Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte sich Frank Wössner auch in zahlreichen anderen Funktionen für das Lesen und das Medium Buch. So wurde er 1998 zum Vorsitzenden des Kuratoriums des Vereins der Förderer und Freunde der bayerischen Staatsbibliothek in München gewählt sowie 1999 zum Vorsitzenden des Vorstand der Stiftung Lesen in Mainz. Frank Wössner war zudem Mitglied im Verlegerausschuss und in der Abgeordnetenversammlung des Börsenvereins des deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main, Stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Literaturhaus München und Mitglied des Kuratoriums der Akademie des Deutschen Buchhandels. 1999 verlieh ihm die Technische Universität München die Ehrensenatorwürde.

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