Maiken Nielsen über ihr Buch „Space Girls“ (Wunderlich) „Es ist der erste Roman, der sich mit der Geschichte der Mercury 13 beschäftigt“

Ihr erster Roman Und unter uns die Welt (ET 2017/Rowohlt) erweckte die legendäre Ära der Luftschiffe zum Leben – anhand der Lebensgeschichte ihres eigenen Großvaters. Jetzt legt Maiken Nielsen mit Space Girls (Wunderlich) einen Roman vor, der die vergessene Geschichte der 13 Pilotinnen erzählt, die sich 1960 für einen Flug auf den Mond qualifiziert hatten. Anlass für Fragen an die Autorin:

Maiken Nielsen (c) Sabrina Adeline Nagel

Worum geht es in dem Buch?

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Maiken Nielsen: Im Mittelpunkt des Romans steht Juni, eine leidenschaftliche Pilotin, die in den 1950er Jahren in New Orleans aufwächst und die als erste Amerikanerin auf dem Mond landen will. 1960 besteht sie gemeinsam mit zwölf anderen Frauen dieselben Astronautentests wie unter anderem zuvor John Glenn. Sie ahnt jedoch nicht, dass sie durch ihre Mutter und ihren Großvater (deren wahre Geschichte sie nicht kennt) mit der Raketenentwicklung auf schmerzhafte Weise verbunden ist. Eingerahmt wird der Roman von den Ereignissen rund um den historischen Flug zum Mond im Juli 1969. Dabei geht es auch um den NASA-Raketenentwickler Wernher von Braun und seine Verstrickung in die nationalsozialistische Politik.

Was ist die Intention dahinter, wie entstand die Buchidee?

Ich wollte die vergessene Geschichte der 13 Pilotinnen erzählen, die sich 1960 für einen Flug auf den Mond qualifiziert hatten.

Welche Leserschaft soll angesprochen werden?

Frauen; Menschen, die sich für die 1950er und 1960er Jahre interessieren; alle, die sich für Astronautengeschichten begeistern.

Mit welchem Argument kann der Buchhändler das Buch am besten verkaufen?

Es ist der erste Roman, der sich mit der Geschichte der Mercury 13 beschäftigt – einer Gruppe von Frauen, die 1960 als Astronautinnen getestet wurden, aber nie ins All starten durften.

Welche 3 Wörter umschreiben das Buch optimal?

Geschichte, Frauen, Mondlandung

Wird es eine Fortsetzung geben?

Ich fände es tatsächlich interessant zu erzählen, unter welchen Bedingungen die ersten US-Astronautinnen in den 1980er Jahren (endlich!) ins All gestartet sind, und das Ende von „Space Girls“ lässt diese Möglichkeit durchaus offen.

Was lesen Sie privat gerne/aktuell?

Aktuell lese ich Du bist nicht so wie andere Mütter von Angelika Schrobsdorff. Ich liebe gute Mutter-Tochter-Geschichten – vielleicht ein Grund, warum dieses Thema auch bei Space Girls einen so hohen Stellenwert hat.

Welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie dennoch gerne beantwortet?

Vielleicht diese: Wer waren diese 13 Pilotinnen, die die Astronautentests bestanden?

Hier können Sie dies nun tun:

Es war eine fast 40-jährige Mutter von acht Kindern darunter, die zudem Springreiterin, Regattenseglerin und die Privatpilotin von Rose Kennedy war. Ferner gab es eine Mathematikerin und Ingenieurin, eine Pilotin mit eigener Firma, die Terrainfolgeradare testete und eine Pilotin, die mehrere Höhen- und Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt hatte. Gemeinsam war den 13 Frauen, dass sie alle ausgezeichnete Pilotinnen waren, sehr sportlich und von überdurchschnittlich guter Gesundheit.

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