Gestorben Der Philosoph Hans Saner ist gestorben

Hans Saner, Basel 2003 (c) Georg Anderhub

Der Lenos Verlag trauert um einen großen Philosophen und Menschenfreund: Hans Saner. Er ist am 26. Dezember 2017 in Basel gestorben, wo er bis zuletzt gelebt hatte.

Hans Saner wurde 1934 im bernischen Grosshöchstetten geboren. Er absolvierte 1950–1954 das Kantonale Lehrerseminar in Hofwil BE, anschließend war er bis 1959 Primarlehrer in Wilderswil BE.
Dann studierte er Romanistik in Lausanne sowie Philosophie, Psychologie und Germanistik in Basel. Hier war er zwischen 1962 und 1969 persönlicher Assistent von Karl Jaspers, dessen Nachlass er später
herausgab. Von 1979 bis 2008 lehrte er als Dozent für Kulturphilosophie an der Hochschule für Musik in Basel. Hans Saners historische Arbeiten über Immanuel Kant, Baruch de Spinoza, Jaspers und Hannah
Arendt sowie seine systematischen Essays zu anthropologischen, kulturkritischen und politischen Themen haben ihn einer weiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. 1968 erhielt er für sein noch unvollendetes Werk Kants Weg vom Krieg zum Frieden den Hermann-Hesse-Literaturpreis, 1995 den Preis für Philosophie und
Literatur des Kantons Solothurn – Hans Saner war Bürger der Gemeinde Kleinlützel SO –, 2000 den Preis der Dr. Margrit Egnér-Stiftung, 2004 den Kunstpreis des Kantons Solothurn, 2006 wurde ihm die
Ehrendoktorwürde der Universität St. Gallen verliehen.

Bereits in den 1970er Jahren begann der Lenos Verlag, Hans Saners Schriften zu publizieren. Es entwickelte sich eine Jahrzehnte dauernde vertrauensvolle, fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlag. Insgesamt zwölf Titel erschienen zwischen 1977 und 2004, dazu kommen zwei Sammelwerke, die Hans Saner mitherausgegeben hat.

 

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