Der andere Fragebogen Wie war Ihr Jahr, Peter Deisinger?

Seit dem 6. Dezember 2018 (Nikolaustag) fragen wir wieder bis zum 6. Januar 2019 (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Heute beantwortet Peter Deisinger (Geschäftsführer Zweitausendeins)  unseren “anderen” Fragebogen:

Peter Deisinger: “Unser wichtigster Fotoband wird ‘Woodstock Vision’ werden, den wir mit dem Hausfotografen der Mutter aller Festivals, Elliott Landy, veröffentlichen”

 

Welcher Tag war Ihr schönster im letzten Jahr?

Ein Sommertag zwischen Zelt und Meer auf der Nordsee-Insel Spiekeroog, an dem mir Thomas Gsella die Rohfassung seiner Festgedichte gemailt hat.

Worüber haben Sie sich 2018 am meisten geärgert?

Über ein geplatztes Bildband-Projekt sechs Wochen vor der angekündigten Veröffentlichung.  Das war sehr, sehr ärgerlich.

Was war 2018 Ihr schönster Erfolg?

Wir haben uns 2018 schwerpunktmäßig  der Verlagsarbeit gewidmet – viel mehr, als in den Vorjahren. Dabei konnten wir ein ganz ordentliches Programm auf die Beine stellen  – vom kleinen “101 des Programmierens” bis zum kritischen Sachbuch. “Der Letzte macht das Licht aus” von Paul Jorion.  Das kann gern so weiter gehen.

Und ihr traurigster Misserfolg war?

Karl Marx als Jubilar und Impulsgeber war aus unserer Sicht enttäuschend –  oder vielleicht einfach zu populär.  Aber reingelesen haben wir trotzdem gerne wieder.

Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag in 2018?

Na, unser jüngst eröffneter neuer eigener Zweitausendeins-Laden in der Leipziger Südvorstadt freut mich als Buchhandlung derzeit am meisten. Und mein liebster Verlag?  Ich bewundere Matthes & Seitz in Berlin für die konsequente Reihen-und Programmarbeit , freue mich, wenn sie die Gesamtausgabe des Insektenforschers Jean-Henri Fabre im März dann abschließen. Hut ab!

Von welchem Thema wollen Sie (warum) in diesem Jahr nichts mehr lesen?

Von der nervenaufreibenden Datenschutz-Grundverordnung möchte ich überhaupt nichts mehr lesen oder hören.

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?

Über uns – Zweitausendeins wird nächstes Jahr immerhin 50.

Welchen Fehler aus 2018 möchten Sie in diesem Jahr vermeiden?

Ich würde mich gern weniger verzetteln müssen.

Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?

Nachts nach Messen mit Autoren in Kneipen versacken.

Welches Buch hat Ihnen  besonders viel Freude gemacht?

Als Ulrich Matthes im letzten Literarischen Quartett des Jahres Gsellas Festgedichte hochgehalten hat, war das schon ein ganz besonderer Moment – und ein Grund zur Freude.

Welches wird Ihr wichtigstes Buch in 2019?

Unser wichtigster Fotoband wird Woodstock Vision werden, den wir mit dem Hausfotografen der Mutter aller Festivals, Elliott Landy, veröffentlichen. Aber auch im Sachbuch und bei den Humortiteln ist Einiges geplant.

Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?

Andreas Rötzer.

Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?

Zweitausendeins –  euch gibt es noch? (Hundertfach auf der Frankfurter Messe gehört).

Hier können Sie die auch beantworten:

Ja, natürlich. Und wir sind ganz schön rührig.

Gestern antwortete Anita Winkler, morgen Per Dalheimer

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