Der andere Fragebogen Wie war Ihr Jahr, Leander Wattig?

Seit dem 6. Dezember 2016 (Nikolaustag) fragen wir wieder bis zum 6. Januar 2017 (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“ Heute beantwortet der Blogger und Eventkonzepter


 Leander Wattig (Foto) unseren „etwas anderen Fragebogen“.

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Leander Wattig

Welcher Tag war Ihr schönster diesem Jahr?

Der 30. August. Da lag ich in Mexiko am Karibikstrand und bekam die Nachricht von der Geburt meines Neffens.

Worüber haben Sie sich 2016 am meisten geärgert?



Dass so viel Hass geschürt wird, der das Miteinander vergiftet. Dabei ist es doch so: Von welcher gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Herausforderung auch immer wir sprechen, wir werden sie nur zusammen bewältigen können.

Was war 2016 Ihr schönster Erfolg?

In Partnerschaft mit der Frankfurter Buchmesse haben wir dort wieder den offiziellen Digitaltreffpunkt samt Programm realisiert und kuratiert: unseren Orbanism Space. Am Freitag waren Hashtags von vier unterschiedlichen Veranstaltungen in den Top 5 der Trending Topics auf Twitter, zwei davon auf Platz 1. Wir scheinen also einiges richtig gemacht zu haben.

Und Ihr traurigster Misserfolg war…?



Das EM-Tippspiel.

Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag in diesem Jahr?



Alle Indies, die wieder ein Jahr gemeistert haben. Wenn sie dann noch so viel Zeit für ehrenamtliches Engagement investieren wie der Verbrecher Verlag oder Voland & Quist – umso mehr.

Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?



Das Digitale hat auch Nachteile. 

    

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?

Das Digitale bietet diese konkreten Chancen, wenn wir Folgendes tun.

Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie im kommenden Jahr vermeiden?



Vor lauter eigener Veranstaltungsorganisation nicht zum öffentlichen inhaltlichen Arbeiten (aka Bloggen) zu kommen.

Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?



Events zu schaffen und Eventmacher zu unterstützen, die Menschen produktiv vernetzen. Analog ist das neue Social Media.

Welches Buch hat Ihnen in diesem Jahr besonders viel Freude gemacht?

Benjamin von Stuckrad-Barre: Panikherz. Es könnte der Branche als Vorlage dafür dienen, wie man Beklagenswertes unterhaltsamer schildert.

Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?



Vielleicht kurzzeitig das Jahrbuch im eigenen Kopf, weil ich dann genau 10 Jahre selbstständig sein werde. Aber sonst hoffentlich ganz viele Bücher, die es noch zu entdecken gilt.

Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?



Von Peter Wittkamp, Verlagsautor, Gagschreiber und Schnurrbartträger. Er denkt sich immer so schöne unmögliche Antworten aus.

Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?



Autoren und Verlage gehören zu den besten Geschichtenerzählern überhaupt. Warum sind ihre Geschichten in den Social Media auch 2016 oft so langweilig?

Hier können Sie die auch beantworten:

Man weiß es nicht.

Gestern sprachen wir mit Horst Eckert über sein Jahr 2016. Morgen beantwortet Felix Wegener  unseren „etwas anderen Fragebogen“.

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