Wie war Ihr Jahr, Gerd Haffmans?

bild(l, 32579) Seit Nikolaustag fragen wir wieder bis zum 6.1. 2014 (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: “Wie war Ihr Jahr?”. Unseren “anderen” Fragebogen beantwortet heute Gerd Haffmans.

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Welcher Tag war Ihr schönster in diesem Jahr?
Der 15. November. An dem Tag ist die erste vollständige deutsche Ausgabe des JOURNALs der BRÜDER EDMOND & JULE de GONCOURT erschienen. Memoiren aus dem literarischen Leben 1851 – 1896. Deutsch von Cornelia Hasting, Petra-Susanne Räbel, Caroline Vollmann. Gesamtlektorat von Ute Haffmans. Gestaltung & Produktion von Urs Jakob. Mit eigens gefertigten Umschlagbildern von Jonathan Wolstenholme. 11 Bände und  1 Beibuch, zusammen 7000 Seiten.

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Worüber haben Sie sich 2013 am meisten geärgert?
Über die Brüder Goncourt.

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Was war 2013 Ihr schönster Erfolg?
Die erste vollständige deutsche Ausgabe des JOURNALs der BRÜDER EDMOND & JULE de GONCOURT.

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Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
»Die feine Art sich Feinde zu machen«. Eine Art Fortsetzung des GONCOURT JOURNALs mit den Mitteln von Oscar Wilde, James Abbott McNeill Whistler & G. K. Chetserton. Übersetzt & arrangiert von Fritz Senn, ausgeleitet von Gerd Haffmans, der darin nach Maßgabe seiner Möglichkeiten alles über das Verhältnis von Kunst & Moral gesagt hat.

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Ihre schönste Buchhandlung/Ihr liebster Verlag in diesem Jahr?
Buchhandlung & Antiquarait Lüders in Hamburg-Eimsbüttel / Rogner & Bernhard Verlag in Berlin und vielleicht bald der neugegründete Atlantik Verlag in Hamburg.

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Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen?
Was ich nicht lesen möchte, lese ich sowieso nicht.

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Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Über die nicht auszulesende Grandezza der Goncourt-Tagebücher.

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Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie nächstes Jahr vermeiden?
Mich ausschließlich dem Unternehmen Goncourt hinzugeben. Obwohl das kein Fehler war.

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Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?

Wer wird denn Fehler wiederholen? Es könnten wieder keine Fehler sein, die wie Fehler aussehen.

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Welches Buch hat Ihnen dieses Jahr besonders viel Freude gemacht?
Das Tagebuch des Richard Burton & Das Tagebuch von Wolfgang Herrndorf, der in meinem literarischen Laufställchen seine ersten Schritte tat: Klassiker Kohl, Die allerneueste klassischen Sau, Scham & Ekel GmbH, In Plüschgewittern. Wir standen anregender Korrespondenz.

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Welches wird Ihr wichtigstes Buch im kommenden Jahr?
Das Hausbuch der angewandten oder auch praktischen Philosophie.

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Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Von meinen Mitlehrlingen aus der Bücherstube am Dom (jetzt am Neumarkt) unter Hanns Meier, Eduard Laaff und Hildegund von Kienle: Walther König und Jürgen Naumann.

Gestern beantwortete Iris Hunscheid unseren Fragebogen [mehr…], morgen antwortet Reinhard Möstl

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