Selfpublisher Jo Machdedanz über seinen Kriminalroman „Fleischmaler“ „Spannend, schnell, unterhaltsam“

Jo Machedanz

„Ich halte das Selfpublishing für eine gute Möglichkeit, die Freude, die ich beim Schreiben hatte, noch ein Stück zu behalten. Man hat alles in der Hand, kann sich die passende Hilfe suchen, um ein gutes Buch zu schaffen, kann sich selbst um das Marketing kümmern. Auch das ist spannend.“

Wir sprachen mit Selfpublisher Jo Machedanz über sein Buch Fleischmaler.

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BuchMarkt: Worum geht es in dem Buch?

Jo Machedanz: Jetzt sollte ich neugierig machen ohne zu spoilern. Ich halte mich am besten an den Klappentext: Ein brutaler Mord mit einem Flammenwerfer mitten in Berlin. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck. Doch dass die Täter auch eine junge Frau gefangen halten, ahnt niemand – außer Kiki Timm, die Freundin der Entführten. Kiki muss etwas tun. Sie ist eigensinnig, willensstark, eine begabte Graffiti-Sprayerin, die hohe Mauern erklettern und sich wehren kann. Und Kiki ist taub. Ohne ihre Hörimplantate lebt sie in der Stille.

Als die Polizei Kikis Befürchtungen nicht ernst nimmt, beginnt sie zusammen mit dem Aussteiger Paul auf eigene Faust zu ermitteln. Unterdessen sucht ein amerikanischer Privatdetektiv für einen zwielichtigen Auftraggeber in der deutschen Hauptstadt nach Akt-Gemälden des berüchtigten Nazi-Malers Adolf Ziegler. Viel zu spät erkennen die Akteure, dass sie durch ihre Nachforschungen in ein gefährliches Netz aus Lügen, Hass und Gewalt geraten.

Was ist die Intention dahinter? Wie entstand die Buchidee?

An die eine Idee kann ich mich nicht erinnern. Ich schreibe schon immer. Das hat mit zwölf angefangen – mit Gedichten. Die entscheidende Idee war vielleicht, einen Krimi zu schreiben. Ich nahm mir vor, einen zu schreiben, den ich selbst gerne lesen würde. Und es sollte Spaß machen, ihn zu schreiben. Den Spaß hatte ich dann auch.

Welche Leserschaft soll angesprochen werden?

Zuerst einmal Krimi-Leser, denn es ist ja ein Kriminalroman. Es ist also kein Thriller – jedenfalls nicht in dem Sinne, in dem „Thriller“ oft verstanden wird. (Der Fleischmaler hat sozusagen kein h nach dem a…). Andererseits denke ich, dass der Roman auch Leserinnen und Lesern gefallen wird, die sich nicht unbedingt als „Krimi-Leser“ bezeichnen. Sie könnten sich z.B. für Kunst und deutsche Geschichte oder für Berlin interessieren – oder auch für eine junge Heldin, die hochgradig hörgeschädigt ist. Soweit ich weiß, ist Kiki Timm die überhaupt erste Privatermittlerin mit Cochlea-Implantat.

Mit welchem Argument kann der Buchhändler das Buch am besten verkaufen?

Berlin-Krimi? Kunst-Krimi? Krimi mit Nazis? Und mit einer jungen, tauben Ermittlerin? Die Antwort hängt vermutlich auch vom Buchhändler sowie von Kunde bzw. Kundin ab. Es ist auf jeden Fall kein Krimi, den man so einfach in eine Schublade bekommt.

Welche drei Wörter umschreiben das Buch optimal?

Spannend, schnell, unterhaltsam.

Wird es eine Fortsetzung geben?

Auf jeden Fall. Auch wenn ich jetzt erst ein anderes Krimi-Projekt abschließen muss.

Was lesen Sie privat gerne/aktuell?

Ganz verschieden. Oft lese ich, um für mein Schreiben zu recherchieren – häufig Dinge, die ich nie lesen würde, wenn ich nicht eine eigene Geschichte im Kopf hätte. Immer noch wichtig sind mir Bücher, die ich früher, zur Zeit meines Studiums, sehr viel gelesen habe – deutsche Romantik, Gedichte, eine Reihe von Gegenwartsautorinnen und -Autoren. Krimis lese ich hin und wieder. Ich liebe es, wenn mich ein Krimi so fesselt, dass ich ihn nicht mehr weglegen möchte. Bei Stieg Larsson ging mir das so.

Welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie dennoch gerne beantwortet?

Was bedeutet Ihnen Selfpublishing?

Hier können Sie dies nun tun:

Ich halte es für eine gute Möglichkeit, die Freude, die ich beim Schreiben hatte, noch ein Stück zu behalten. Man hat alles in der Hand, kann sich die passende Hilfe suchen, um ein gutes Buch zu schaffen, kann sich selbst um das Marketing kümmern. Auch das ist spannend.

 

 

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