Hilke Sellnick veröffentlicht mit "Tote kriegen keinen Sonnenbrand" (Penguin) erstmals unter ihrem bürgerlichen Namen einen sehr persönlichen Roman „Kein typischer Krimi, sondern eher eine heitere Geschichte mit kriminellem Einschlag“

Hilke Sellnick

Hilke Sellnick steht mit ihren unter Pseudonym veröffentlichten Romanen immer wieder an der Spitze der Bestsellerliste. Jetzt erfüllt sie sich den Wunsch, unter ihrem bürgerlichen Namen einen sehr persönlichen Roman zu veröffentlichen: Mit Tote kriegen keinen Sonnenbrand (ET März 2019/Penguin) schreibt sie einen humorvollen Krimi, lässt ihre Liebe zur Musik einfließen und reist zurück an einen Ort, in den sie sich vor vielen Jahren verliebte: eine verträumte Villa in der Toskana. Anlass für Fragen an die Autorin:

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Hilke Sellnick: Die Musikerin Henni von Kerchenstein lebt von kleinen Auftritten, zu denen sie stets ihren geliebten Kartäuserkater Walter von Stolzing mitnimmt. Doch überall wo Henni erscheint, geschieht ein Mord, den sie gezwungenermaßen aufklären muss, da sie sowieso schon mittendrin steckt.

Das ist allerdings nicht die einzige Herausforderung, vor der Henni steht. Da ist auch noch ihre Großmutter, deren Herzenswunsch es ist, die Enkelin endlich unter der Haube zu sehen. Jedes Jahr lädt die alte Dame zu ihrem Geburtstag alle infrage kommenden Junggesellen ein, um ihre geliebte Enkelin Henni endlich zu verkuppeln.

Wie entstand die Buchidee?

Vermutlich steckt meine Liebe zur klassischen Musik dahinter. Außerdem bin ich ein großer Fan von alten Gemäuern und ungewöhnlichen Orten, an die ich meine Henni gern schicke. Dieses Mal darf sie sich in einer traumhaft schönen, aber lebensgefährlichen Villa von 1750 in der Toskana herumtreiben. Im zweiten Band wird sie ihre musikalischen und kriminalistischen Fähigkeiten in einem leicht maroden und sehr antiken Skihotel hoch in den Schweizer Bergen unter Beweis stellen.

Außerdem hat es mich sehr gereizt, einen Krimi zu schreiben. Ich habe immer schon verschiedene Genres bedient und Freude daran gehabt, alle möglichen Formen und Schreibstile auszuprobieren. Angefangen habe ich mit Kurzgeschichten, die eine sehr dichte und intensive Schreibweise erfordern, später habe ich mich im Bereich Theater, Drehbuch und schließlich auch als Romanschreiberin versucht.

Der Krimi ist eine besondere Herausforderung. Es gibt viele Möglichkeiten, einen Kriminalroman zu verfassen – ich habe mich für eine heitere Variante entschieden, die durchaus gruselige und spannende Elemente enthält. Ich mag diese Mischung sehr.

An welchem Ort schreiben Sie, gibt es eine Schreibroutine?

Ich schreibe seit Jahren an dem alten Schreibtisch, den mir mein Vater hinterlassen hat. Danziger Barock. Eiche. Steht bombenfest und wackelt nicht. Nur die vier Schubladen klemmen manchmal. Aber daran bin ich seit meiner Kindheit gewöhnt, ich habe daran schon meine Hausaufgaben gemacht. Mein Arbeitsrhythmus ist immer gleich. Nachmittags plane ich das Kapitel durch, gegen 18 Uhr setze ich mich an den Computer und schreibe bis nach Mitternacht. Wenn ich an einem Buch arbeite, schreibe ich täglich, ohne Sonn- oder Feiertag. Dafür gönne ich mir zwischen zwei Büchern ein paar Tage Freizeit.

Mit welchem Argument kann der Buchhändler das Buch am besten im Laden verkaufen?

Tote kriegen keinen Sonnenbrand ist kein typischer Krimi, sondern eher eine heitere Geschichte mit kriminellem Einschlag. Wer Lust auf eine spannende Lektüre hat, die gleichzeitig zum Schmunzeln bringt, ist hier richtig.

Welche Leserschaft soll angesprochen werden?

Jeder, der ungewöhnliche Orte, geheimnisvolle Geschichten, Spannung, Musik und vielleicht auch noch Katzen mag. Es darf gelacht und geschmunzelt werden, denn es kommen jede Menge skurriler Figuren vor und auch meine Henni ist eine eigenwillige Person.

Gibt es drei prägnante Wörter, die das Buch passend beschreiben?

Mord, Toskana, Oper

Welche Reaktionen erhoffen Sie sich auf das Buch?

Ich wünsche meinen Lesern vergnügte, heitere und spannende Lesestunden in der traumhaft schönen Villa Mandrini mit Henni und ihrem Kater Walter.

Und zum Schluss: Was lesen Sie privat gerne/aktuell?

Momentan Doktor Schiwago von Boris Pasternak

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