Thomas Schlück ist das Urgestein unter den deutschen Literaturagenten Thomas Schlück (75)

Thomas Schlück ist das Urgestein unter den deutschen Literaturagenten

Heute wird Thomas Schlück 75 Jahre alt. Dem Gründer der Litarrischen Agentur Schlück gratuliert sein  Freund Bilbo Beutlin:

Es ist hohe Zeit über die Einstein-Rosen Brücke zu gehen. bzw. in ein Wurmloch zu steigen, das ist eine Art Tunnel, der entfernte Orte in der Raumzeit verbindet. Denn nur so können wir die in schwarze Löcher gefallenen Informationen über das unfassbare und unwirkliche Leben des  Thomas Schlück retten, die sonst verloren sind.

Was sieht dieser Thomas Schlück, wenn er über seine linke Schulter zurück auf sein Leben schaut? Nichts anderes, als wenn er über seine rechte Schulter sieht – dass nichts so geworden ist, wie er es sich vorgestellt hat.

Was wollte er denn vom Leben? Wir vermuten etwas Normales. Nach dem Abi lernte er auf Bankbeamter – so hieß das damals – bei der Dresdner Bank.

Aber er war von einem aus dem All kommenden Virus befallen und ein Warp-Antrieb tobte in ihm, der ihn in künstliche Welten katapultierte. Er, der eigentlich HYGGE leben wollte, verlor sich in den fernen Welten der Sci-Fi und begann, Bücher dieses Genre zu übersetzen. Und er lernte andere Verfallene  und auch Autoren des Genre kennen.

Doch während seine Freunde aus der Bank-Zeit der Bank weiter dienten, die übrigens nach Jahrzehnten in einem schwarzen Loch der Finanzwelt verschwand, forderten die Autoren Thomas Schlück auf, nicht nur ihre Bücher ins Deutsche zu übersetzen (im Laufe der Jahre würden es über 200 werden!), sondern auch ihre Rechte zu vermakeln. Und hast Du nicht gesehen, schloss er seinen ersten Vertrag im September 1969 ab.

Der Bankbeamte begann langsam, zum Mini-Agenten zu mutieren. Dann heiratete Thomas Schlück Eva Reisch und letztlich waren sie Eltern von drei Kindern. Natürlich träumte Thomas noch immer hyggemäßig – übersetzen und ein bisschen Buchrechte verkloppen, ansonsten unter dem Apfelbäumchen sitzend, den Kindern beim Großwerden zu zusehen.

Doch er hatte die Rechnung ohne den Warp-Antrieb gemacht – nichts konnte die Entwicklung stoppen. 1978 zog die Familie nach Stelingen/Garbsen in ein Haus mit vielen Zimmern – hier sollten Familienleben, Übersetzer- und Agententätigkeit koordiniert werden – sollten… Stelingen, ach Stelingen – eigentlich beschaulich mit grasenden Pferden, bellenden Hunden und Schützenverein.

Aber es wuchsen dort auch Triffids. Das sind die Pflanzen des Schreckens, die Menschen angreifen und auch töten können – alles natürlich in einem Sci-Fi Roman, man weiß schon, die Natur rächt sich an den Menschen…

Nur bei Thomas Schlück waren die Triffids Verträge, Verträge und nochmals Verträge. Sie fraßen sich durchs Haus, umschlangen die Bewohner, nahmen ihnen die  Luft und schließlich war die Familie draußen und musste sich ein anderes Heim suchen.

Denn die Agentur brauchte Platz und mehr Platz und noch mehr Platz. Der Rest ist Geschichte…

Lieber Thomas, das war ja wohl nix mit dem Apfelbäumchen, Du Großagent Du.

Herzlichen Glückwunsch, Dein  Bilbo Beutlin

Wer auch gratulieren möchte: T.Schlueck@schlueckagent.com

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