"Und wenn Sie das Buch gelesen haben, werden Sie glücklich sein" Catherine Bennetto verspricht: „Heiße Liebesszenen gibts inklusive“

Immer freitags hier ein Autorengespräch: Heute mit Catherine Bennetto über ihre Romantik-Komödie „Und jetzt auch noch Liebe“ (ET 18.08.2017 bei Aufbau):

 

Catherine Bennetto wurde in Neuseeland geboren und ging nach England, um von Design bis Biomedizinische Wissenschaften alles Mögliche zu studieren und schließlich als Regieassistentin beim Film zu arbeiten. Im Jahr 2013 nahm sie an einem Online-Schreibkurs teil, lernte das Schreiben zu lieben und veröffentlichte kurz darauf ihr erstes Buch  How Not to Fall in Love, Actually.  Mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Jungen ist sie überall auf der Welt zu Hause, zurzeit in den Weinanbaugebieten Südafrikas. Ihr neuestes Buch Und jetzt auch noch Liebe (Aufbau) ist wieder klar in den Bereich „Romantic Comedy“ einzuordnen, handelt von großen Gefühlen, „heißen Liebesszenen“ und einer Menge Witz –  Anlass für ein Gespräch mit der Autorin:

BuchMarkt:  Frau Bennetto, worum geht es in Ihrem Buch?

Catherine Bennetto © Jill Allan, Gem Photography

Catherine Bennetto: In meinem Buch geht es um eine junge Frau aus London, die Emma heißt und 27 Jahre alt ist. Sie findet heraus, dass sie schwanger ist – von ihrem Freund, von dem sie sich schon vor Jahren hätte trennen sollen. Sie entschließt sich dazu, das Baby zu bekommen, endlich mit besagtem Freund Schluss zu machen, ihren furchtbaren Job an den Nagel zu hängen – und dann bemerkt sie, dass sie keinen Plan hat, wie es weitergeht. Dumm gelaufen, nicht?

Ein klassischer Frauenroman also? Welche Leserschaft möchten Sie erreichen?

Ich denke, dass man mein Buch ganz klar im Bereich der Romantic Comedy verorten kann – vielleicht mehr Komödie als Romanik.  Ich habe keine bestimmte Leserschaft im Kopf, ich habe die Geschichte mehr für mich selbst geschrieben. Und wenn andere es dann auch noch mögen, freut mich das zusätzlich!

Was ist das Besondere an der Liebesgeschichte, die Sie erzählen?

Emma lernt ihren Traummann erst kennen, als sie von dem anderen schwanger ist, das macht meine Liebesgeschichte wohl besonders. Zunächst werden sie nur gute Freunde. Aber keine Sorge – es gibt natürlich auch ein paar heiße Liebesszenen.

Gibt es ein Happy-End?

Na klar!

Woher haben Sie die Inspiration für ihre Geschichte genommen?

Durch Klick aufs Cover geht’s zum Buch

Das ist immer eine schwierige Frage – manchmal weiß ich gar nicht so genau, woher meine Einfälle kommen, und dann wiederrum muss ich manchmal nur eine kurze Unterhaltung mit anhören, und auf einmal sehe ich einen ganzen Erzählstrang  vor mir (natürlich auch dank meiner ausgesprochen blühenden Phantasie!).

Was Emma angeht ist es so, dass ich selbst in der TV-Branche gearbeitet habe. Ich hatte genau den Job, den Emma in der Geschichte hat, und das sogar einige Jahre lang. Außerdem habe ich selbst zwei Babys bekommen, mit Schwangerschaften kenne ich mich also aus. Emmas Familie ist ein bisschen verrückt, und auch wenn meine Familienmitglieder da vielleicht nicht ganz mithalten können, waren sie in dieser Hinsicht sehr inspirierend. Ich schreibe zu gern über Familien, sie sind unheimlich faszinierend.

Haben Sie Ihre Figuren an echte Menschen angelehnt?

Zweifellos spielen da Eigenschaften von Menschen hinein, mit denen ich im Laufe der Jahre zusammengearbeitet habe – auch ein paar Charakterzüge, die ich aus meiner eigenen Familie kenne, haben sich eingeschlichen.

Sie haben – beruflich – schon zahlreiche Stationen hinter sich. Wie und warum sind Sie letztlich beim Schreiben gelandet?

Wie: Ich habe ein paar Schreibkurse gemacht, ein Buch geschrieben, es an eine Agentur geschickt – und dann hat ein Verlag es gekauft. So einfach war das. Der schwierige Teil kam dann erst: Ich musste neben meiner Arbeit und dem Familienleben die Zeit finden, mich wirklich hinzusetzen und zu schreiben. Man muss einfach immer weitermachen, weitermachen, weitermachen. Wie Dory in „Findet Nemo“: „Eindach schwimmen, einfach schwimmen.“

Warum: Weil ich gern schreibe. Selbst wenn mein Buch niemals veröffentlicht worden wäre, hätte ich es immer schreiben wollen.

Mit welchem Argument kann der Buchhändler das Buch am besten verkaufen? In welchem literarischen Umfeld?

Buchhändler sollten ihren Kunden sagen: „Sehen Sie dieses unfassbar liebevoll gemachte Buch? Sie sollten es kaufen, weil es nicht nur schön ist, sondern auch unglaublich komisch. Und wenn sie es gelesen haben, werden Sie glücklich sein.“ ;)

Was kommt als Nächstes? Ein Krimi? Oder bleiben Sie sich treu?

Ich arbeite zurzeit an einem Text, der ebenfalls eine Romantic Comedy wird. Diesmal sind die Schauplätze Kapstadt und London. Ich würde gern zusammen mit meinem Mann einen Thriller oder eine Comedy-Serie für das Fernsehen schreiben (sollte ich jemals die Zeit dafür finden!), und ich mache mir auch gerade ein paar Notizen für ein Drehbuch zu einem Animationsfilm für Kinder.

Was lesen Sie persönlich gerne/aktuell?

Ich lese eigentlich alles, was man mir empfiehlt –  allerdings vermeide ich düstere Fantasy oder triefend kitschige Liebensromane. Im Moment lese ich schon zum zweiten Mal Meine Familie und anderes Getier von Gerald Durrel. Es ist für mich wie ein Schlaflied in Zeiten, in denen ich mich besonders erschöpft fühle. Als Nächstes steht auf meiner Leseliste Everything But the Truth von Gillian McAllister und The Dry von Jane Harper. Und Goodbye, Vitamin von Rachel Khona. Es gibt so viele Bücher und immer zu wenig Zeit, sie alle zu lesen!

In der vergangenen Woche sprachen wir mit Allrounderin Wiebke Lorenz zu ihrem neuen Buch „Wir sehen uns beim Happy End“ (Lübbe).

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