Stellungnahme des Zwischenbuchhändler-Verbandes ZVDS zur Marktsituation unter besonderer Rücksicht des Verhaltens des Branchenleaders Buchzentrum SBZ

Das Schweizer Buchzentrum ist mit einem Verlagsauslieferungsumsatz von 131,3 Millionen SFR der größte Buchauslieferer der Schweiz und deckt damit einen Umsatzanteil von rund 30 bis 40% des Gesamtmarktes ab. Mit seinem Entscheid, als Barsortiment deutsche Bezugswege zu wählen, um damit ein Konditionsmodell vor allem für große Buchhandlungen zu ermöglichen, hat das SBZ eine Entwicklung in Gang gesetzt, die der Zwischenbuchhändler-Verband mit Sorge betrachtet. Die Preisbildung in Schweizer Franken mit der vom Preisüberwacher zwecks Abdeckung höherer Kosten ausdrücklich genehmigten Preisüberhöhung soll dem SBZ höhere Erträge bringen und zu Wettbewersvorteilen führen. Durch die angedrohte oder bereits umgesetzte Aufkündigung der Zusammenarbeit mit Schweizer Auslieferungen und durch Unterlaufen der Distributionspolitik der Verlage gefährdet das SBZ die eigenständige Versorgungsstruktur des Schweizer Buchmarktes. Eine Vielfalt von Leistungen, insbesondere im Marketing, die mit dem Zwischenbuchhandel verbunden sind, wird dadurch in Frage gestellt. Dieser Schritt kann auch Folgen haben bezüglich der Preisbildung in Schweizer Franken im Verhältnis zum Euro. Der Zwischenbuchhändler-Verband hält fest, dass monopolistische Tendenzen im Zwischenhandel die Abhägigkeit aller Handelspartner vergrößert und zuletzt die Vielfalt des Detailhandels bedroht. Eine Vielfalt, die nach übereinstimmender Branchenmeinung durch die Preisbindung geschützt werden soll. Monopole sind deshalb auch nicht im Interesse des Kunden.

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