Libri und KNO/KV starten zur Buchmesse gemeinsame Internet-Datenbank/Konkurrenz fürs VLB

„Die beiden beinharten Wettbewerber Libri und KNO/KV reichen sich die Hände, um gemeinsam im Internet eine „Deutsche Bücherdatenbank“ aufzubauen,, die eine ernsthafte Konkurrenz zum etablierten VLB werden könnte. Die beiden konkurrierenden Barsortimente wollen ihren Kunden über diese Schiene auch die Daten von Titeln zur Verfügung stellen, die sie selber aktuell nicht am Lager führen. Grundstock für diese neue VLB – Konkurrenz sollen die vorliegenden Katalogdaten der beiden Barsortimente bilden; die Verlage sollen gegen eine „geringe Schutzgebühr“ (Libri-Chef Dr. Markus Conrad) ihre Titel melden können („sofern die bereitgestellten Daten“ qualitativ dem von beiden Barsortimenten gesetzten Standard entsprechen“), wie es in der gemeinsamen Erklärung heißt – auch ein Seitenhieb auf das zuletzt immer mehr in der Kritik stehende VLB. Unschwer vorauszusagen, dass diese Initiative auch heißes Thema bei den Buchhändlertagen wird, muss sie doch auch als Angriff auf das Herzstück der Buchhändler Vereinigung, das VLB, verstanden werden – zu Zeiten, da der Börsenverein dringend gesicherte Einnahmen braucht. Eigentlich kommt dieser Vorstoß der beiden Wettbewerber nicht unerwartet: Die wachsende Unzufriedenheit im Handel über die Ungenauigkeit im VLB gepaart mit rücklaufigen Verkaufen von Print-und CD-Version des VLB haben schon deutlich gemacht, dass der Handel lieber nur mit einer Scheibe arbeiten möchte. Jetzt wird schon hinter den Kulissen diskutiert: Wird es dem Börsenverein gelingen, den Angriff auf das Kernprodukt der Buchbranche abzuwenden, das bislang allein die Vielfalt und Lieferfähigkeit der gesamten Buchproduktion dokumentierte – immerhin eine der Grundlagen für ein Preisbindungsgesetz. „

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