"Bedeutsamer Beitrag zur Neubesinnung auf den Wert der europäischen Einigung und der deutsch-französischen Freundschaft" Winfried-Preis der Stadt Fulda für Géraldine Schwarz

Géraldine Schwarz (Foto: Mathias Bothor)

Die deutsch-französische Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin Géraldine Schwarz erhält in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierte Winfried-Preis der Stadt Fulda für ihr Buch Die Gedächtnislosen – Erinnerungen einer Europäerin (Secession Verlag). Das haben die Stadt Fulda und die Preisstifterin, die Dr. H.G.-Waider Stiftung, entschieden.

Nach Überzeugung des Preiskuratoriums hat Géraldine Schwarz mit ihrem Werk einen „bedeutsamen Beitrag zur Neubesinnung auf den Wert der europäischen Einigung und der deutsch-französischen Freundschaft“ geleistet. Ihr Buch führe in authentischer Weise vor Augen, dass eine gelebte Kultur der Vergangenheitsaufarbeitung der Schlüssel zur Gestaltung einer von Frieden und Freiheit geprägten offenen Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft sein kann. Der Preis soll voraussichtlich im November zum Abschluss des 1275-jährigen Jubiläums Fuldas im Stadtschloss verliehen werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Géraldine Schwaz für Die Gedächtnislosen den Europäischen Buchpreis erhalten. „Die Verleihung des Winfried-Preises unterstreicht nach dem Europäischen Buchpreis noch einmal, wie wichtig das Anliegen von Géraldine Schwarz ist, in Zeiten des wachsenden Rechtpopulismus und der Geschichtsvergessenheit an die Errungenschaften des europäischen Projekts vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus und den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs zu erinnern“, teilt der Secession Verlag mit.

Der Winfried-Preis der Stadt Fulda ehrt Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich in besonderem Maße um die Völkerverständigung in Beziehung auf das Vorbild des Heiligen Winfried Bonifatius besonders verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck, der früheren Bundestagspräsidenten Norbert Lammert und Rita Süssmuth, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der Mainzer Kardinal Karl Lehmann.

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