Lonely-Planet-Autor gibt Fälschungen zu

Lonely Planet-Autor Thomas Kohnstamm gibt jetzt zu, Inhalte für Reiseführer abgeschrieben und sogar erfunden zu haben, meldet der SPIEGEL. In einem Fall (Kolumbien) sei er nicht einmal in dem Land gewesen, über das er schrieb – Informationen bekam er demnach von einer Frau, mit der er ausging.

Der australische „Sunday Telegraph“ hat sich hinter die Geschichte geklemmt und herausgefunden: Autor Kohnstamm verfasste laut Zeitungsbericht mehr als ein Dutzend Reiseführer, unter anderem Titel über Brasilien, Kolumbien, die Karibik, Südamerika, Venezuela und Chile.

In seinem jüngsten Werk mit dem Titel „Kommen Reiseautoren in die Hölle?“ gab Kohnstamm laut Zeitungsbericht außerdem zu, dass er sich Reisen von Anbietern bezahlen lassen hat. Dies ist bei Lonely Planet nicht gestattet.

Den Verlag lassen diese Anschuldigungen laut „Sunday Telegraph“ kalt: Lonely Planet habe die Reiseführer Kohnstamms geprüft und keine Ungenauigkeiten festgestellt, hieß es.

Die deutschen Ausgaben der Lonely-Planet-Reiseführer erscheinen bei MairDumont. Ob auch der Titel Venezuela, an dem Kohnstamm mitgearbeitet hat, von den Fälschungen betroffen ist, muss jetzt wohl geprüft werden.

Hier zum Artikel: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/

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