Lesetipp Spiegel: Weil Chinesen so viel rauchen, steigt der Preis für das Dünndruckpapier / Bibeln unter Kostendruck

Die Globalisierung sorgt offensichtlich in der Bibelbranche für Kostendruck, meldete Spiegel Online zu Ostern. Und zitiert dabei Felix Breidenstein, Geschäftsführer der Deutschen Bibelgesellschaft in Stuttgart. Weil die Chinesen immer mehr rauchen und der Bedarf an Zigarettenpapier entsprechend steigt, wird das Dünndruckpapier teurer, so Breidenstein.

Dadurch stiegen die Produktionskosten. Nun reagiert der Stuttgarter Verlag offensichtlich: Der deutsche Marktführer Bibelgesellschaft – 400.000 verkaufte Bibeln pro Jahr allein in Deutschland – lässt inzwischen auch in Brasilien, Indonesien und China drucken. „Den überwiegenden Teil produzieren wir aber in Deutschland“, sagt Breidenstein.

Doch über diese Kuriosität hinaus scheint der Bibelmarkt unter Druck. Kritik gibt es nicht nur an dem Billigausgaben aus dem anderen Stuttgarter Haus. Im Gegensatz zu vielen Kirchenvertretern, die die Aktionen von Aldi, „Bild“ und Weltbild lobten, sagt Jürgen M. Schymura, Geschäftsführer des ebenfalls in Stuttgart ansässigen Katholischen Bibelwerks gegenüber Spiegel Online, dass solche Massenverkäufe schadeten – und zwar dem Image, weil Bibeln in unansprechender Weise auf Paletten angeboten werden.

Allerdings wird ein Innovationsdruck eingeräumt.

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