Zum 25jährigen Jubiläum stellt sich der Passagen Verlag in Berlin vor

Mit einem Gespräch zwischen Verleger Peter Engelmann (Foto) und Jutta Person (Redaktion Philosophie-Magazin) begeht der Wiener Passagen Verlag heute Abend in einer Veranstaltung des Literaturforums Brecht-Haus in Berlin sein 25-jähriges Verlagsjubiläum. Heute Mittag stellte sich der Verlag schon einmal der Berliner Presse vor.

Damit tritt der Verleger nach einer großen Feier in Wien page( 51461) nun zum Jubiläum auch in seiner Geburtsstadt auf. Vor 65 Jahren (s. BuchMarkt April 2012) wurde er im Stadtteil Prenzlauer Berg geboren. Nach dem Abitur begann Engelmann sein Philosophiestudium an der Humboldt Universität. Anfang der 1970er Jahre verbrachte er ein Jahr in Stasi-Haft bevor ihn die Bundesrepublik freikaufte und er in Paris studierte.

In Gesprächen mit Michel Foucault, sei die Idee entstanden, die französischen zeitgenössischen Philosophen auch im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen, so Engelmann. Vor genau 60 Jahren, am 21. September 1987 war es dann so weit. Engelmann gründete den Passagen Verlag in Wien. Dabei wollte er eigentlich gar nicht Verleger werden. Das habe sich so ergeben, weil er es als seinen Auftrag empfand, eine politisch–philosophische Debatte anzustoßen.

Bis heute hat der Verlag sein Profil gewahrt und erweitert. Im Jubiläumsprogramm ist unter anderem Jacques Rancière mit zwei neuen Büchern vertreten, darunter der zweite Band der vierbändigen Interviewausgabe. Er dreht sich um unser Verständnis von „Dissens“, Fremdenfeindlichkeit, Biopolitik und Demokratie.

Besonders am Herzen liegt dem Verleger Europa, Menschenrechte und Islam – ein Kulturkampf? von Heiko Heinisch und Nina Scholz, der jetzt in der Reihe Passagen Religion und Politik erschienen ist.

Mit seinem ambitionierten Programm und einer Backlist von über 800 Titeln sieht sich Engelmann nicht als kommerzieller Verleger. Auch Verlage seien auf öffentliche Fördergelder angewiesen, sagte er. „Ohne die Buchkultur würden wir ebenso verarmen wie ohne Musik und Theater.“

ML

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