Wissensmagazin „ZeitWissen“ erscheint ab 2. Dezember vierteljährlich mit einer Startauflage von 250.000 Exemplaren zum Preis von € 5

„Wir wollen unsere Leser nicht belehren“, sagt der Chefredakteur Christoph Drösser, „sondern ihnen aktuelle Wissensthemen auf unterhaltsame Art näher bringen.“

Jedes der 124 starke Hefte soll vier Rubriken bedienen: Wissenschaft, Gesundheit, Technik und Leben. Und zwar nicht als „Wissenslückenfüller“, sondern lesenswert und lehrreich. So erfährt man in der ersten Ausgabe etwas darüber, warum man seine Geschwister ggfs. liebt oder hasst, was (physikalisch) passiert, wenn man seine Mikrowelle zweckentfremdet oder warum Faltencremes nicht helfen können.

Der Spaß am Wissen soll im Forderung stehen, sagt Christoph Dresser, der ja mit seiner Zeit-Kolumne „Stimmt´s?“ schon so manchen Leser geholfen hat, auch die langweiligste Party wissenschaftlich aufzupeppen.

Richtig glücklich schien an diesem Morgen Verlagsgeschäftsführer Dr. Rainer Esser zu sein, der dem Thema Wissen „Sex-Appeal“ bescheinigte und erläuterte, dass er bereits mit 50.000 verkauften Exemplaren und 16 Seiten Anzeigen „zufrieden“ sei.

Vor allem schien ihm aber zu gefallen, dass er den ersten Wettstreit mit der Konkurrenz für sein Blatt hatte entscheiden können: Nach dem Motto: „Wer sich zuerst bewegt, verliert“ hatten sich „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“ in den letzten Wochen ein kleines Verwirrspiel um ihre neuen Wissenmagazine geliefert.

Während „ZeitWissen“ zuerst sein Erscheinen für den 14. Dezember ankündigte, zog der Wettbewerber „SZ-Wissen“ seinen Erstverkaufstag auf den 4. Dezember vor , und siehe da, die Zeit-Macher sind jetzt zwei Tage eher am Markt.

Dabei ist die Hektik, die jetzt um das Erscheinen der neues Magazine gemacht wird, hausgemacht. Alle Kenner der Szene wissen seit langem, wie stark alle Themen um Wissenschaft , Forschung und deren Vermittlung, von Lesern nachgefragt werden und dass neben „Geo“ und „Spektrum der Wissenschaft“ noch Platz auf dem Markt ist, wenn man jüngeren Lesern eine entsprechende Optik und Schreibe bietet.

Das Thema „Wissen“ hat selbst in der allgemeinen Lesergunst längst das Ressort „Politik“ in der Nutzung der Zeit überflügelt. Aber es bedurfte wohl einiger kräftiger Anstöße von außen, bis sich Gesellschafter (Holtzbrinck) und Geschäftsführer „Der Zeit“ einen Ruck gaben, und das erste Mal in der fast fünfzigjährigen Geschichte der Zeitung, neben das Flagschiff ein zweites Objekt zu Wasser zu lassen.

Und ein wenig sieht man dies dem Titelblatt auch an. Die Macher um die Herausgeber Andreas Sentker und Gero von Randow verlassen sich ganz auf die nachgewiesene Kompetenz der „Zeit“, denn mit vier Bildern und Themen auf dem Titel, sieht das neue Magazin zwar anders aus, als alle anderen, auf Spontankäufer zielen sie damit aber nicht.

Vielleicht ist das auch gar nicht nötig, denn mit über 500.000 Abonnenten in der Zielgruppe der 20 – 39 Jährigen hat „Die Zeit“ einen Marktanteil laut Esser von 17%. Und da scheinen die Macher auch zunächst die Abonnenten ihres neuen Magazins finden zu wollen: bei der eigenen Stamm-Leserschaft und bei Jüngeren, die einmal Zeit-Leser werden sollen.

Buchhandlungen können Zeitwissen über das Pressegrosso beziehen und für Verlagsanzeigen bietet der Verlag die Übernahme der Rabattstaffel der Zeit an. Weitere Infos für Interessierte gibt es ab dem 2. Dezember auch im Netz unter www.zeit-wissen.de

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