Westermann verlegt Darmstädter Winklers Verlag nach Braunschweig

Wie Echo-Online mitteilt, wird der Westermann Verlag ihre Tochter, den Darmstädter Winklers Verlag weitgehend aufgeben und die Produktion nach Braunschweig verlagern.

Das Online-Portal des Darmstädter Echos zitiert den Westermann-Generalbevollmächtigte Hartmut Becker, der Konzern habe den Darmstädter Verlag nach der Übernahme noch acht Jahre vor Ort erhalten. Nun aber wolle man die Redaktionen im Bereich Berufsschule am Westermann-Stammsitz konzentrieren; der kaufmännische Bereich war bislang in Darmstadt zuhause.

Alle Darmstädter Mitarbeiter hätten ein Übernahme-Angebot erhalten, erklärte Becker. Fünf hätten davon Gebrauch gemacht und seien bereits in Braunschweig. Andere hätten sich selbstständig gemacht und stünden noch mit dem Verlag in Verbindung.

„Wir überlegen, ob wir eine Darmstädter Adresse aufrecht erhalten“, zitiert Echo-Online den Generalbevollmächtigten. Möglicherweise werde im Verlagshaus für Vertriebsaktivitäten noch eine Etage angemietet.

Dennoch gibt es offensichtlich Protest unter der Belegschaft. Westermann habe sich nicht um den Erhalt der Arbeitsplätze gekümmert, lauten Vorwürfe. Diese wies Becker zurück. Zeitweise hatten 160 Frauen und Männer für den 1902 gegründeten Fachbuchverlag mit Schwerpunkt Berufsbildung gearbeitet. 1998 war das einstige Familienunternehmen an die Westermann-Gruppe verkauft worden.

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