Zündstoff: Melzer bringt Goldstone-Bericht als Buch

Der Goldstone-Bericht, über den in der UN gestritten wird, erscheint am 10.3.2010 im Melzer Verlag. Verleger Abraham Melzer: “Wer über den Krieg in Gaza informiert werden will, kann nun den Report des südafrikanischen Richters Richard Goldstone lesen.”

Melzer zum Hintergrund seines Projektes: Für die israelische Regierung sei der Report, nach den Worten des stellvertretenden Ministerpräsidenten, eine “Kriegserklärung an Israel”; die große israelische Abendzeitung Maariv schrieb: “Goldstone – ein Verbrecher.” Der Bericht wurde von 20 freiwilligen Volontären übersetzt und von zwei profesionellen Lektoren bearbeitet. Es erscheint weltweit zum ersten mal als Buch. Bisher konnte man die englische Originalfassung nur im Internet lesen. Es hat einen Umfang von 816 Seiten und ein Vorwort von Prof. Ilan Pappe. mehr auf www.dersemit.de

Warum dort? Das hat Christof Bräuer etwas irritiert, er hat recherchiert und uns gemailt: DenMelzer-Verlag wurde vom Verleger Mitte 2007 krankheitsbedingt aufgegeben und an Rainer Krebs verkauft (was wir danmals gemeldet hatten), der den Verlagsnamen, wie vertraglich vereinbart, bald in Wunderkammer Verlag änderte.

Mit einem Paukenschlag meldet sich der Verleger mit der Zeitschrift “Der Semit” mit dem Melzer-Verlag aber zurück. Bereits 2007 war Abraham Melzer starke Medienaufmerksamkeit in seinem Rechtsstreit mit Henryk M. Broder widerfahren, dem schließlich gerichtlich erlaubt wurde, den Verleger des Antisemitismus zu zeihen. Unter Berücksichtigung der nicht unumstrittenen Positionen, die Broder vertritt, wäre dieses Prädikat in seiner sachlichen Bedeutung zu relativieren.
Der Melzer-Verlag ist seit dem 1. Januar 2010 wieder Mitglied im Börsenverein, liefert in Deutschland über die sova Frankfurt, in Österreich über Mohr-Morawa aus.

Auf der Internetseite der Zeitschrift “Der Semit” finden wir im Buchshop der “Semit Edition” außer dem Goldstone-Report weitere Titel, die im alten Melzer- und neuen Wunderkammer-Verlag erschienen waren. Darunter Hajo G. Meyers “Das Ende des Judentums”, das Broders starke Formulierung ausgelöst hatte. Im Verlag sind seit seiner Neugründung bereits drei Titel erschienen.

Der Goldstone-Report (ISBN 978-3-9813189-4-4, 25,00 €) ist derzeit im VLB mit falschem Erscheinungsjahr 2009 bibliographierbar. Bei den Barsortimenten sei er gelistet, teilt uns Abraham Melzer mit.

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