TR-Verlagsunion GmbH stellt Geschäftsbetrieb ein / „Perlen“ aus der Substanz sollen neue Heimat finden

Die 1968 vom Bayerischen Rundfunk und acht Verlagen gegründete TR-Verlagsunion GmbH ( http://www.tr-verlag.de/ ) mit Sitz in München schließt zum Jahresende 2006 ihre Pforten – und damit einen Verlag, der TV-Geschichte gemacht und begleitet hat:

Der Verlag, der zunächst die Aufgabe hatte, das Studienmaterial zur damals revolutionären Fernsehschule Telekolleg (Ralf Dahrendorf:„Bildung ist Bürgerrecht“) herauszugeben und zu vertreiben, bietet in seinem aktuellen Programm immer noch über 250 lieferbare Titel zu ausgewählten TV-Sendungen.

Daneben verlegte er mit der Reihe „Film & TV“ ein in der Filmbranche sehr geschätztes Sach- und Fachbuchprogramm. Doch die Gesellschafter – heute sind dies die Rundfunkanstalten Bayerischer Rundfunk und Südwestrundfunk sowie die Verlage Auer, Langenscheidt, C.H. Beck, Oldenbourg, BLV, Olzog, Stiebner, Metzler/Poeschl, Klett, SV Hüthig Fachinformationen, Kösel – haben sich entschlossen, den Verlag „geordnet“ abzuwickeln, wie der dafür bestellte Rechtsanwalt Markus Frank aus der Berliner Kanzlei Gentz und Partner (http://www.gentznet.de) sagt.

Er ist zum Liquidator bestellt worden – wohl nicht ohne Grund: Der Fachanwalt für Steuerrecht ist in der Medienbranche kein Unbekannter: Er ist Berater diverser Verlage, Rundfunkanstalten und Dienstleister für Verlage und gilt als Spezialist für den Kauf und Verkauf von Unternehmen und für Reorganisationsberatung.

Die Verwertung des Anlage- und Umlaufvermögens hat offensichtlich bereits begonnen. Frank dazu: Einige „Perlen des Programmes sollen möglichst bald eine neue Heimat in geeigneten Verlagen finden – ich stehe auf Anfrage zur Verfügung“. Mehr dazu auch im nebenstehenden Interview [mehr…].

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