Statement aus Augsburg: „Restrukturierung schmerzhaft aber unumgänglich für nachhaltigen Erfolg“

Weltbild nimmt Stellung zu der „aktuellen Berichterstattung“ über das Unternehmen [mehr…]. Hier das Statement im Wortlaut:

Die Geschäftsführung der Weltbild Retail unterstreicht vor den morgen beginnenden Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern, dass eine Einigung mit dem Betriebsrat höchste Priorität genießt. Kundenorientierung und Digitalisierung sind zentral in der künftigen Ausrichtung. Deswegen setzt das Unternehmen die Restrukturierung konsequent fort. „Wir bedauern, dass damit Personalanpassungen verbunden sind. Alle Maßnahmen werden in engster Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt und so sozialverträglich wie möglich gestaltet“, so die Geschäftsführung. Über den Inhalt der Gespräche wurde Stillschweigen vereinbart.

„Weltbild will seine zweite Chance nutzen. Diese Restrukturierung“, so die Weltbild Geschäftsführer Patrick Hofmann und Sikko Böhm, „ist leider schmerzhaft, aber unumgänglich für den Weg in eine erfolgreiche Zukunft.“ Durch die Übergangsphase der vergangenen Monate hat das Unternehmen an Flughöhe verloren und muss seine Strukturen und Kosten anpassen. Die Droege Group steht hinter dem Unternehmen, das über eine solide finanzielle Basis verfügt.

„Teilverkauf von Filialen wäre positive Weichenstellung im Restrukturierungsprozess“

Die Weltbild Geschäftsführung bestätigt, dass sie über den Verkauf eines Teils der Filialen verhandelt. Der Grund liegt darin, dass sich die Erwartungen an die Entwicklung des Geschäfts an bestimmten Standorten hinsichtlich Umsatz und vor allem aufgrund zu hoher Struktur- und Mietkosten nicht erfüllt haben. Ein Teilverkauf insbesondere des defizitären Filialgeschäftes wäre deswegen eine wichtige Weichenstellung für Weltbild: „Weltbild legt damit die Grundlagen für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung. Danach sind wir an guten Standorten vertreten und haben betriebswirtschaftlich betrachtet eine gute Ausgangsbasis, auch für späteres Wachstum“, so Weltbild Geschäftsführer Patrick Hofmann.
Bei einem Verkauf übernimmt der neue Eigentümer die Mitarbeiter. Die dargestellten Veränderungen im Bereich des Weltbild-Filialgeschäfts in Deutschland haben keine Auswirkungen auf die Auslandsbeteiligungen sowie alle weiteren Gesellschaften der Weltbild Gruppe.
Ein solch sensibler Verkaufsprozess erfordert absolute Vertraulichkeit auf allen Seiten, um zu gelingen. Daher können zum jetzigen Zeitpunkt auch keine weiteren Aussagen dazu gemacht werden.

Angepasstes Weltbild 2.0 Konzept wird umgesetzt
Die Geschäftsführung betont: „Wir setzen auf das angepasste Konzept Weltbild 2.0.“ Eckpunkte sind die Stärkung Marke Weltbild mit dem Kernsortiment Buch, eBook/tolino und Medien, die um ausgewählte Angebote im Bereich Familie und Kinder und Home & Living ergänzt werden. Dabei liegt weiterhin der Fokus auf den Multikanal-Vertrieb mit Internet, Filialen und Katalog. Im Zentrum des Konzeptes stehen der Kunde und der Kundennutzen, um die Zufriedenheit und Weiterempfehlung der Marke Weltbild zu stärken. Der Onlineshop weltbild.de, auch heute schon der zweitgrößte Onlinebuchshop in Deutschland, wird einen komplett neuen Auftritt bekommen. Die Filialen bleiben auch weiterhin eine strategisch wichtige Säule. Künftig soll der Weltbild-USP, wie eigene Weltbild-Editionen und attraktive Non-Media Sortimente, stärker positioniert werden.

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