Springer Konzern hält am Buchgeschäft und der Heyne Ullstein List Gruppe fest / Dementi aber erst für den späten Nachmittag erwartet

„Die durch den SPIEGEL am Montag ins Rollen gekommenen Spekulationen, der Axel Springer Konzern wolle sich wieder vom Buchgeschäft trennen und verhandle mit der Holtzbrinck Gruppe und mit Bertelsmann über einen Verkauf der Econ Ullstein List Buch-Verlage, sind zwar immer noch nicht offiziell dementiert worden. Aber es heißt, dass derzeit der Springer-Vorstand tage und danach erst ein offizielles Statement abgeben werde. Das wird für den späten Nachmittag erwartet. Gerade das Ausbleiben eines deutlichen Dementis hat aber inzwischen in der Branche die Gerüchteküche weiter angeheizt; Heyne Ullstein List-Verleger Christian Strasser hat allerdings im Hause schon erklärt, dass alle Spekulationen haltlos seien: Ein solcher Schritt sei unlogisch, denn es sei nicht vorstellbar, dass man den erst gerade erworbenen Wilhelm Heyne Verlag mit den restlichen Verlagen verschmelze, um damit eine noch größere Hürde für eine Zustimmung des Kartellamts zu schaffen. Denn egal, zu welcher Gruppe seine Verlage abgegeben würden: Der Marktanteil beim Taschenbuch läge in beiden Fällen bei über 50%; eine Zustimmung des Kartellamts somit im Grunde ausgeschlossen, wenn nicht außerst trickreiche Hilfskonstruktionen bemüht würden. Gegen die Gerüchte spricht auch, dass erst in der vorigen Woche eine Aufsichtsratssitzung im Axel Springer Konzern stattgefunden hat, in der die eingeschlagene Wachstumsstrategie der Buchverlage ausdrücklich bestätigt worden ist. Christian Strasser: „Abgesehen davon, dass der SPIEGEL Artikel schlampig recherchiert wurde – nicht mal der Firmenname unserer Gruppe ist richtig geschrieben -, ich kann nur vermuten, dass dieses Gerücht gezielt von unseren Wettbewerbern in die Welt gesetzt wurde, weil durch uns eine nennenswerte dritte Kraft im Markt entstanden ist. Die nehmen uns inzwischen mehr als ernst, weil wir ihnen Stück für Stück Marktanteile und auch Autoren abnehmen.“ Strasser weiter: „Ich kann und will aber diese Gerüchte nicht weiter kommentieren, kann sie nicht mal ernst nehmen. Wir haben in kurzer Zeit, fast ein Wunder, völlig problemlos innerhalb von nur drei Monaten die Integration von Heyne bewältigt. Wie schief das gehen kann, hat man ja an der Fusion Weltbild Droemer gesehen. Unsere Integration mit neuen Strukturen, der Umzug, ist komplett abgeschlossen, wir wachsen planmäßig weiter, zweistellig!“ „

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