Schnell + Steiner wieder ein familiengeführter Verlag

Wie jetzt erst bekannt wurde, hat der Eigentümer des Schnell + Steiner Verlags gewechselt. Seit Anfang des Jahres bereits gehört der Verlag nicht mehr zum Bistum Regensburg, sondern ist von seinem langjährigem Geschäftsführer Dr. Albrecht Weiland, seiner Ehefrau und einer befreundeten italienischen Familie übernommen worden.

„Das Bistum wollte sich langfristig von seinen Wirtschaftsbetrieben trennen. Da wollten wir nicht zuschauen, irgendwohin verkauft zu werden“, sagt Weiland gegenüber buchmarkt.de zu den Gründen. Damit sei ein ehemaliges Familienunternehmen wieder in Familienhand, so Weiland.

Mit eingestiegen in das Unternehmen ist Claudio Limontini, ein italienischer Notar, den Weiland noch aus seiner Zeit beim Vatikan kennt. Dort hatte Weiland 15 Jahre lang als Sekretär des päpstlichen Instituts für christliche Archäologie gearbeitet. Über die Höhe des Kaufpreises wie auch zum Umsatzaufkommen wollte Weiland keine Angaben machen.

Schwerpunkt des Programms soll weiterhin die christlich abendländische Kunstgeschichte sein. Bekannt geworden ist der Verlag vor allem durch seine Kleinen Kunstführer, die häufig in Kirchen ausliegen. „In dieser Reihe erscheinen jedes Jahr 180 Titel neu oder in neuer Auflage bei einer Gesamtauflage von über einer Million“, so Weiland.

Der Verlag beschäftigt 18 Mitarbeiter. „Das Unternehmen wächst stetig auf hohem Niveau. Es gab bei der Übernahme keine Entlassungen, im Gegenteil wir haben neue Auszubildende eingestellt“, sagte Weiland.
Matthias Koeffler

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