Rowohlt Berlin veröffentlicht Murat Kurnaz’ Erinnerungen an seine Gefangenschaft in Guantanamo / ET: 23. April

Die Erinnerungen des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz erscheinen im April als

persönlicher Erlebnisbericht exklusiv bei Rowohlt Berlin. Der Titel des Buches: „Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantanamo“.

Der junge Deutschtürke aus Bremen war jahrelang in dem berüchtigten Lager inhaftiert. In dem Buch schildert er aus erster Hand, was er durchleben musste. Dabei werden die Leser erstmals einen authentischen Einblick in das „System Guantanamo“ erhalten und darüber hinaus die unglaubliche Geschichte dieses – wie die amerikanischen Sicherheitsbehörden selbst feststellten – unschuldig festgehaltenen Mannes erfahren. Seine präzisen Schilderungen gehen weit über das hinaus, was in der Öffentlichkeit bisher bekannt geworden ist.

Anfang Oktober 2001 reist Kurnaz nach Pakistan, um eine Koranschule zu besuchen. Bei einer Sicherheitskontrolle wird er wenige Wochen nach seiner Ankunft festgenommen und von der pakistanischen Polizei gegen 3000 Dollar Kopfgeld an die US-Streitkräfte verkauft. Er wird ins afghanische Kandahar gebracht, dort schwer mißhandelt, und gut zwei Monate später ins Häftlingslager Guantanamo geflogen. Mehr als 1600 Tage durchlebt er die Hölle: Käfighaltung, tägliche Verhöre, Folter, Isolationshaft, Schlafentzug. Erst im August 2006 wird Kurnaz entlassen. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland erfährt er, dass deutsche Behörden schon seit 2002 wussten, dass er unschuldig ist, sich aber weigerten, den Gefangenen aufzunehmen. Sie überließen ihn weitere vier Jahre in Guantanamo seinem Schicksal.

„Fünf Jahre meines Lebens. Ein Bericht aus Guantanamo“, 256 Seiten, 16.90 Euro.
Ab 23. April im Buchhandel

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