Österreichischer Bundesverlag: Klett kauft – und zahlt später: Der Verkauf von Österreichs größtem Verlagskonzern ist beschlossen: Klett übernimmt zum Schulbuchgeschäft auch Residenz, Deuticke, Brandstätter

Am 9. April stimmte der österreichische Ministerrat der Privatisierung des Österreichischen Bundesverlags zu. Heute, gibt er seine Zustimmung zu dem von der KPGM Corporate Finance im Auftrag des Finanzministeriums vorbereiteten Kaufvertrag mit der Stuttgarter Klett-Gruppe, meldet die Zeitung „Die Presse“.
Weiter heißt es: „Klett ist schon seit Jahrzehnten Partner im ÖBV-Schulbuchgeschäft – in das sich auch die Wiener Verlegerfamilie Glöckler (Hölder-Pichler-Tempsky) weit vorgekauft hat. Ein Vorkaufsrecht sichert den Glöcklers die Mehrheit, sie werden voraussichtlich ihren Anteil von 47 auf 53 Prozent aufstocken. Die österreichischen Interessen bleiben auch dadurch gewahrt, weil die Zulassung von Schulbüchern weiterhin ausschließlich auf der Grundlage österreichischer Lehrpläne erfolgt. Der Kaufpreis beträgt 24 Millionen Euro und ist erst mit 1. Jänner 2006 fällig. Die Überweisung von 3,7 Millionen Euro darf sich die Republik schon früher wünschen. Der Verleger Ernst Klett übernahm die Verpflichtung, für die Weiterführung der verstaatlichten ÖBV-Töchter Residenz, Deuticke und Christian Brandstätter (für diesen Verlag interssiert sich das Kunsthistorische Museum) für fünf Jahre abzusichern – eine Entscheidung, die auf Staatssekretär Franz Morak zurückgeht. Diese Verpflichtung wirkte sich erwartungsgemäß auf die Höhe des Kaufpreises aus. Auch die österreichische Linie im Programm und die Titelzahl wurden vereinbart.“

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