Lesetipp Handelsblatt: Besuch bei Peter Wiley / “Solange uns die Leute Bücher abkaufen, solange drucken wir”

Leider jetzt erst sehen wir das schöne Portrait Peter Booth Wiley, Chef in sechster Generation im Verlag, der seinen Namen trägt. Rolf Benders hat den 69-jährigen Verleger für das Handelsblatt in seinem Büro in Hoboken/New Jersey mit hohen braunen Regalen voller Bücher besucht und mit ihm über die Zukunft und vergangene Erfahrungen gesprochen. Denn an einem ersten Versuch, mit digitalen Inhalten Geld zu verdienen, wäre der Verlag beinahe Pleite gegangen.

“Kein Job für Dummies”, lautet der treffende Titel der Story, die auf den Erfolg der legendären Reihe anspielt, mit dem nicht alle im Verlag gerechnet hätten, wie Wiley berichtet. Erfolg hatte auch dieser Verlag nicht immer. Anfang der 80er Jahre begagnn noch Peter Wileys Vater mit der Digitalisierung und steckte Millionen in ein Programm für interaktives Lernen, daran wäre der Verlag beinahe zu Grunde gegangen. Heute verdient Wiley trotzdem mit Datenbanken und druckt sich selbst aber noch jedes Schriftstück aus.

Seine Philosophie ist einfach wie pragmatisch: “Solange uns die Leute Bücher abkaufen, solange drucken wir”, sagt er. Für die Nachfolge hat er aus seiner Familiengeschichte gelernt. Ein solches Unternehmen brauche einen starken Aufsichtsrat, der nicht kuscht, wenn ein Familienmitglied etwas sagt, so Wiley. Auch über die mögliche Nachfolge seines 41-jährigen Sohnes soll dieser den Stab brechen. Sein Sohn müsse “die anderen Mitglieder von seinen Fähigkeiten überzeugen.”

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