Lesetipp: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat die Nase voll vom Gerede über Suhrkamp-Personalien und widmet fast eine ganze Seite der neuen Suhrkamp-Vorschau

„Schluß mit dem Gerede über Suhrkamp-Personalien! Was steht eigentlich im Katalog des Verlags?“ fragt Volker Weidermann in der heutigen Printausgabe der FAS und widmet sich wie in einem Schulaufsatz intensiv der neuen Vorschau der Frankfurter.

Hier ein Auszug aus der Satire (?):
„Einer ist immer weiß. Einer leuchtet heraus, schon von weitem. Der Klassiker. Der Suhrkamp-Katalog. Groß, am Fuß des oberen Drittels, steht der Name des Verlags in klassischer Type, erster und letzter Buchstabe des Namens sind leicht angeschnitten, alles immer gleich, nur die Farbe der Schrift wechselt von Halbjahr zu Halbjahr. Links am Rand, von oben bis unten aufgereiht, stehen die Namen der Protagonisten des Katalogs. Die Namen der Autoren, von denen im kommenden Halbjahr neue Bücher erscheinen werden. Diesmal sind es vierundfünfzig.
Ein erstes Durchblättern verstärkt den Eindruck des Klassischen. Fast alle Autoren sind gesetzten Alters, die Aufnahmen fast alle schwarz-weiß, meist zeigt der Verlag den Autor groß, sein neues Buch klein, nur bei wenigen ist es umgekehrt, da ist das Buch die Botschaft, und der Autor schaut uns aus einem Passbild an. Es gibt viel Weiß auf den Seiten. Viel Leere, viel Luft. Eine Aura der Großzügigkeit. Der Rhythmus der Reihenfolge ist dynamisch. Die ersten wichtigen Bücher werden jeweils prächtig auf zwei Seiten angekündigt, dann beschleunigt es sich, mit einem Buch pro Seite, wird nach dem ersten Viertel kurz rasant, mit zwei Büchern pro Seite, doch dann folgt schon der neue Vargas Llosa, der wieder zwei Seiten bekommt, und die neue Allende sogar vier.“

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