Kowalke gibt auf

Nach nur fünf Jahren geht der Berliner Verlag Kowalke & Co. (BuchMarkt 1/2000) in Liquidation. Die beiden Hauptanteilseigner, der Rostocker Hinstorff Verlag mit 40,1 Prozent, der wiederum eine Tochter der Verlagsgruppe Heinz Heise in Hannover ist, und der Deutsche Instituts-Verlag (DIV) in Köln mit 25 Prozent, sahen keine Chance, dem Verlag langfristig das Überleben zu sichern.

Verleger Klaus Kowalke und Lektor Jörg Aufenanger hatten versucht, anspruchsvolle Literatur (u.a. Patrick Modiano, Pascal Quignard, zahlreiche anerkannte Lyriker) in sorgfältig ausgestatteten Büchern auf dem Markt zu platzieren, scheiterten aber am Desinteresse des Buchhandels und zu geringen Taschenbuchlizenzen. Im Feuilleton allerdings war der engagierte Kleinverlag, der gerade eine beachtliche „Französische Bibliothek“ aufbaute, zahlreich rezensiert worden.

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