Lesetipp: Jürgen Richter kritisch über Bertelsmann

Gestern hat Jürgen Richter der Süddeutschen Zeitung ein sehr nachdenkliches und sehr diffenziertes Interview über die Bertelsmann Politik gegeben, dessen Titel (“Vom Anspruch nicht viel übrig”) verrät, warum der Text jetzt Kreise zieht.

Die Kritik muss man sehr ernst nehmen, auch wenn man grübeln darf, wieso sie jetzt gerade kommt: Jürgen Richter war neun Jahre Geschäftsführer der Medien Union, anschließend Vorstandschef von Axel Springer (1994 bis 1997), ehe er bei Bertelsmann zunächst die Fachinformationen (Bertelsmann Springer) führte und sich nach deren Verkauf als Aufsichtsratschef um die Online-Firma Lycos Europe kümmerte, an der sich Bertelsmann und Unternehmersohn Christoph Mohn beteiligten. Nach der operativen Abwicklung der Börsenfirma trat Richter Ende 2009 zurück.

Der Vorwurf, der sich durch den Text zieht, zielt auf seinen alten Arbeitgeber: Stark verkürzt sei Bertelsmann keine Firma, die sich zukunftsorientiert auf neue Entwicklungen ausrichte.

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.